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Brandenburg Deutlich weniger Autodiebstähle 2015
Brandenburg Deutlich weniger Autodiebstähle 2015
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08:46 08.01.2016
Streife der Bundespolizei in Brandenburg. Quelle: Stähle
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Potsdam

Die Zahl der Autodiebstähle in Brandenburg ist im Jahr 2015 deutlich zurückgegangen. Nach vorläufigen Zahlen seien 500 Fahrzeuge weniger gestohlen worden als 2014. Aktuell verschwanden im gesamten Bundesland 2500 Fahrzeuge, sagte Schröter. Zum Vergleich: Im Jahr 2010 waren noch 4000 Autos als vermisst gemeldet worden.

Eine enge Zusammenarbeit zwischen Landes- und Bundespolizei machte Brandenburgs Innenminister Karl-Heinz Schröter (SPD) teils für die Verbesserung der Lage verantwortlich. Genau diese Kooperation steht seit Donnerstag auf einer neuen vertraglichen Grundlage. Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) unterzeichneten gemeinsam mit Schröter in Potsdam eine Vereinbarung, die das bisherige Kooperationsabkommen der Behörden von 1999 ersetzt. Die Neufassung war notwendig geworden, weil seither Polen der EU beigetreten und die Grenze geöffnet worden ist. Bundes- wie Landespolizei sind mehrfach organisatorisch umgebaut wurden – die Bundespolizei hieß 1999 noch Bundesgrenzschutz.

Die Liste der präziser gefassten Felder der Zusammenarbeit ist lang und war 1999 noch nicht abzusehen. So nutzen Bundes- und Landespolizei dieselbe Liegenschaft in Guben, außerdem ist die Hubschrauberstaffel des Bundes im märkischen Blumberg stationiert, das Bundespolizeipräsidium zog nach Potsdam. Die Sondereinheit GSG9 trainiert gemeinsam mit brandenburgischen Eingreiftruppen. Wenn Staatspräsident zu Besuch im Gästehaus der Bundesregierung im brandenburgischen Meseberg sind, leitet die märkische Polizei die Einsätze. In Polen beteiligen sich beide Behörden an einem Zentrum für Polizei- und Zollzusammenarbeit in Swiecko. Übergreifende Fahndungsgruppen jagen Autodiebe, im deutsch-polnischen Grenzgebiet gibt es gemeinsame Fußstreifen. Auf dem Flughafen in Schönefeld werden Bundes- und Landespolizei künftig noch stärker kooperieren. Fortbildungen sollen unter einem Dach stattfinden, Informationen besser ausgetauscht werden

De Maizière erntete keinen Widerspruch seines Brandenburger Amtskollegen, als er sagte: „Die Zeit des Personalabbaus ist vorbei“, es gehe jetzt darum, wie viele zusätzliche Stellen geschaffen werden. Für die Bundespolizei sagte der Bundesinnenminister 3000 neue Stellen binnen drei Jahren zu. „Die Polizei von Bund und Ländern ist aufs Äußerste belastet“, sagte de Maizière. „Es geht auch darum, illegale Migration zu verhindern“, äußerte der Brandenburgische Innenminister zu der verstärkten Zusammenarbeit mit der Bundespolizei.

Von Ulrich Wangemann

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