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Brandenburg Autofahrer bei Sturm vom Baum erschlagen
Brandenburg Autofahrer bei Sturm vom Baum erschlagen
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17:27 18.03.2017
Quelle: Patrick Pleul
Potsdam

Bei schweren Sturmböen am Sonnabend in Brandenburg sind ein Mann getötet und mindestens zwei weitere Menschen verletzt worden. Es gab zudem erhebliche Sachschäden.

Autofahrer tödlich verletzt

Ein Baum ist in der Ortschaft Zäckericker Loose (Märkisch-Oderland) an der polnischen Grenze auf ein Auto gestürzt. Der Fahrer sei von der Feuerwehr schwer verletzt geborgen worden und wenig später gestorben, teilte die Polizei mit. Ob in dem Auto noch weitere Insassen verletzt wurden, war zunächst nicht bekannt.

Drei Verletzte in Potsdam

In der Potsdamer Einkaufsmeile Brandenburger Straße verletzte ein umherwirbelndes Werbeschild zwei Fußgängerinnen, wie eine Sprecherin der Regionalleitstelle Nordwest berichtete. Eine der Frauen musste in einem Krankenhaus behandelt werden. Zunächst war von drei Verletzten die Rede.

Bäume stürzen auf Straßen, Häuser und Autos

Im ganzen Land gab es erhebliche Sachschäden. In den Landkreisen Havelland, Ostprignitz-Ruppin und in der Prignitz blockierten umgestürzte Bäume zahlreiche Landstraßen. Insgesamt gab es in diesen Kreisen rund 70 Einsätze der Feuerwehr. „An einigen Orten stürzten Bäume auf Hausdächer, auch parkende Autos wurden getroffen“, sagte die Sprecherin. Strom- und Telefonkabel wurden beschädigt. Weitere Verletzte habe es nach bisherigen Informationen nicht gegeben.

Feuerwehr im Großeinsatz

Ein Sprecher der Regionalleitstelle Südwest berichtete ebenfalls von umgestürzten Bäumen auf vielen Straßen im Landkreis Teltow-Fläming und insbesondere rund um Ludwigsfelde.

Auch die Landkreise Uckermark, Barnim und Oberhavel wurden schwer getroffen. „Umgestürzte Bäume auf Landstraßen, auf vielen Straßen innerorts und auf Bürgersteigen“, sagte ein Feuerwehr-Sprecher.

Ruhig blieb es dagegen im Süden Brandenburgs. „Wir haben drei oder vier umgestürzte Bäume im Landkreis Dahme-Spreewald, aber südlich von Lübben ist nichts mehr“, sagte der diensthabende Beamte der Regionalleitstelle Lausitz.

Umgestürzter Baum in Berlin-Tempelhof. Quelle: Bernd von Jutrczenka

Auch in Berlin erhebliche Sturmschäden

Wie in Brandenburg hat das stürmische Wetter am Samstag auch in Berlin zu erheblichen Schäden geführt. Innerhalb von drei Stunden musste die Feuerwehr am Samstagnachmittag rund 300 Mal ausrücken, wie ein Sprecher mitteilte. Verletzte gab es nicht. Die Einsatzkräfte mussten vor allem umgestürzte Bäume und abgerissene Zweige von den Straßen räumen, Baustellen sichern und lose Bauteile bergen. Sechs Freiwillige Feuerwehren waren zusätzlich in Dienst.

Die S-Bahn Berlin unterbrach wegen Sturmschäden vorübergehend einige Linien. So wurden über Twitter umgestürzte Bäume etwa von der S1, der S8 und der S41 gemeldet. Bis zum Nachmittag könne es noch zu Verspätungen kommen, hieß es.

Wetteraussichten für Brandenburg

Noch bis Samstagabend bringt ein Sturmtief Windböen bis 60 km/h und Sturmböen bis 85 km/h mit sich. Vereinzelt könne es auch zu schweren Sturmböen bis 100 km/h kommen, warnt der Deutsche Wetterdienst (DWD).

Achtung: In der Nacht zu Sonntag sinken die Temperaturen, und es kann Frost und damit Straßenglätte geben.

Für Sonntag prognostiziert der DWD über Brandenburg eine dichte Wolkendecke und zeitweise Regen. Der Wind weht nur noch schwach bis mäßig.

Wetteraussichten für Brandenburg >

Von Klaus Peters, Nada Weigelt

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