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Brandenburg BER-Aufsichtsrat hat viel Gesprächsbedarf
Brandenburg BER-Aufsichtsrat hat viel Gesprächsbedarf
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17:20 22.05.2017
Das Terminalgebäude und Nebengebäude des Hauptstadtflughafens Berlin Brandenburg Willy Brandt (BER) in Schönefeld (Brandenburg), aufgenommen im August 2016 Quelle: dpa
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Potsdam

Der Flughafen-Aufsichtsrat hat nach der umstrittenen Berufung des Ex-SPD-Sprechers Lars Kühn zum Kommunikationsberater offenbar viel Gesprächsbedarf. Die für 16 Uhr am Montagnachmittag angekündigte Pressekonferenz verzögert sich um mindestens zwei Stunden, hieß es.

Flughafenchef Engelbert Lütke Daldrup soll in dem Gremium heute Eckpunkte zu einem Masterplan für den dringende benötigten Flughafenausbau vorstellen. Aber auch die umstrittene Berufung des ehemaligen SPD-Sprechers Lars Kühn zum Kommunikationsberater sorgt für dicke Luft. Er soll 2000 Euro pro Tag erhalten, allerdings nur an maximal sechs Tagen im Monat arbeiten. Die Personalie ist nicht nur wegen des üppigen Salärs umstritten, sondern auch, weil Flughafenchef Engelbert Lütke Daldrup selbst SPD-Mitglied ist.

„Das Hauptproblem des BER ist nicht sein schlechtes Image, sondern dass er nicht fertig wird“, sagte Grünenfraktionschef Axel Vogel. Bei der Entscheidung des Flughafenchefs handele es sich um eine „erkennbar falsche Prioritätensetzung“.

Personalie ist Thema in gemeinsamer Kabinettssitzung der zwei Länder

Die Personalie wird am Dienstag sowohl die gemeinsame Kabinettssitzung von Berlin und Brandenburg in Wildenbruch (Potsdam-Mittelmark) beschäftigen, sondern auch den Sonderausschuss BER im Potsdamer Landtag. Vogel will sich von Lütke Daldrup erklären lassen, wie die Beschäftigung von Spitzenpersonal beim BER auf Honorarbasis geregelt ist. Schließlich sei Lütke Daldrups Vorgänger, Karsten Mühlenfeld, auch wegen der eigenmächtigen Verpflichtung des externen Projektberaters Christoph Bretschneider ins Straucheln gekommen. Bretschneider hätte für 1200 Euro am Tag am BER arbeiten sollen, allerdings nicht als „Kommunikationsberater“, sondern als neuer Technikchef.

Dass die Korrekturen an der Sprinkleranlage noch bis ins vierte Quartal dieses Jahres dauern werden, hatte die Flughafengesellschaft kürzlich mitgeteilt. Die Brandschutztüren sind demnach erst im Spätsommer voll funktionsfähig. Ob die angestrebte Eröffnung des Flughafens 2018 klappt, ist nicht sicher. Flughafenchef Engelbert Lütke Daldrup will sich an diesem Montag noch nicht festlegen.

Thema im Kontrollgremium ist auch ein Masterplan für den Ausbau des Flughafens nach 2025. Er soll bis Jahresende fertig sein. Zudem wird der Jahresabschluss für 2016 präsentiert. In den Vorjahren hatten die Belastungen durch die BER-Baustelle das Staatsunternehmen Flughafen Berlin Brandenburg GmbH ins Minus gedrückt.

Von MAZonline

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