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Brandenburg BER: Brandenburg will über Nachtruhe verhandeln
Brandenburg BER: Brandenburg will über Nachtruhe verhandeln
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18:11 10.10.2016
Der Flughafen BER: Noch immer gibt es keinen genauen Eröffnungstermin. Quelle: dpa-Zentralbild
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Potsdam/Schönefeld

Brandenburgs Regierungschef Dietmar Woidke (SPD) will neu über die Nachtflugregeln am künftigen Großflughafen BER verhandeln. „Wir wollen den Menschen mehr Nachtruhe verschaffen“, sagte Woidke am Montag im BER-Sonderausschuss des Potsdamer Landtags. Auf konkrete Zeiten für ein Nachtflugverbot wollte er sich aber nicht festlegen.

Er sei zuversichtlich, dass es mit der sich abzeichnenden neuen rot-rot-grünen Regierung in Berlin mehr Chancen für eine politische Diskussion gebe als mit der bisherigen SPD/CDU-Regierung. Dabei müssten aber auch wirtschaftlicher Aspekte berücksichtigt werden, sagte Woidke. Das Land Brandenburg, das schon lange Nachbesserungen fordere, sei neben Berlin und dem Bund nur einer der Anteilseigner und könne nicht allein entscheiden.

Diskussion über Nachtflugverbote gibt es schon lange

Nach der Regierungsbildung in Berlin werde er umgehend auf die neue Regierung dort zugehen. Er persönlich sei fest davon überzeugt, dass es möglich sei, den Menschen mehr Nachtruhe zu verschaffen. Die Verringerung des Fluglärms sei eine Daueraufgabe.

Zu konkreten Zeiten eines Nachflugverbots wollte sich Woidke auch auf mehrfache Nachfrage von Abgeordneten nicht festlegen. Man müsse mit allen Anteilseignern verhandeln. In der Region wird schon lange über Nachtflugverbote und die konkrete Ausgestaltung diskutiert. Zudem geht es um Flugrouten, Anreize für lärmarme Maschinen oder auch um spezielle Anflugmethoden in der Nacht.

Aktueller Baufortschritt – aber kein BER-Eröffnungstermin

Flughafenchef Karsten Mühlenfeld berichtete im Ausschuss über den aktuellen Baufortschritt, nannte aber weiter keinen Eröffnungstermin. Die Arbeiten könnten aber so abgeschlossen werden, dass nach dem derzeitigen Stand noch 2017 eine Eröffnung möglich sei. Die genauen Ergebnisse der Abnahme von installierten Anlagen sei aber nicht genau vorherzusagen. Die Planungen sehen vor, dass teils auch sechs statt fünf Tage die Woche gearbeitet wird. Derzeit sind noch etwa 650 bis 700 Menschen auf der Baustelle tätig. Nach Abschluss der eigentlichen Bauarbeiten dauern die Überprüfung und das Hochfahren der Systeme aber noch Monate. Treten dabei Komplikationen auf, könnte dies die Eröffnung weiter verzögern.

Eigentlich sollte der Hauptstadtflughafen schon seit etwa fünf Jahren in Betrieb sein. Fehler in der Planung, Mängel und Technikprobleme sorgten aber wiederholt für Verzögerungen. Der Kostenrahmen ist seit dem ersten Spatenstich unter anderem wegen mehrerer Erweiterungen von 2,0 auf 6,5 Milliarden Euro gestiegen.

Von Rochus Görgen

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