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BER-Chef gibt Planern Schuld für Verzögerung

Flughafen BER BER-Chef gibt Planern Schuld für Verzögerung

Im Potsdamer Landtag tagte der BER-Sonderausschuss. Flughafen-Chef Karsten Mühlenfeld erläuterte den Abgeordneten, warum der Termin für die Eröffnung nicht zu halten war. Die Probleme mit der Sprinkleranlage und den Türen seien „eindeutig Planungsfehler“, sagte er. Ein neuer Termin, möglicherweise im Juni 2018, steht weiter in der Schwebe.

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BER-Chef Karsten

Potsdam. Die Hauptschuld für die abermalige Verschiebung der Flughafeneröffnung tragen nach den Worten von BER-Chef Karsten Mühlenfeld die Planer des Projekts. Die Probleme mit der Sprinkleranlage und den Türen seien „eindeutig Planungsfehler“, sagte Mühlenfeld am Montag im BER-Sonderausschuss des Potsdamer Landtags.

Bislang war vom Flughafen vor allem Firmen wie Bosch die Schuld für die nicht funktionierenden rund 1000 Automatiktüren gegeben worden. Mühlenfeld sagte nun, die Planer, die im Auftrag der Flughafengesellschaft im Einsatz waren, hätten übersehen, dass es im Gebäude zwischen der Land- und Luftseite Abweichungen gab. Überdies hätten hydraulische Berechnungen nachgezogen werden müssen. Mühlenfeld: „Es wurde vergessen, im Details jede Leitung nachzuprüfen, ob da auch Wasser durchfließen konnte.“ Wasserleitungen mit einer Länge von zwei Kilometern müssten ersetzt werden. Das sei nur ein Prozent der gesamten Sprinkleranlage.

Viele der nicht funktionierenden Türen hätten seit 2012 durch Umbauten neue Funktionen erhalten. Einige seien über die Jahre durch Baudreck und Lärm beschädigt worden. „Das hätte man besser voraussehen können“, räumte der BER-Chef ein. „Das ist aber ein sehr komplexes System.“ Sechs verschiedene Firmen seien für zehn verschiedenen Aufgaben bei den Türen zuständig. Die Koordinierung habe nicht funktioniert.

Offen blieb, wann der Flughafen nun eröffnet wird. Der für Herbst 2017 anvisierte Termin war kürzlich gecancelt worden. Zu Spekulationen einer Zeitung, der Flughafen würde am 30. Juni 2018 öffnen, sagte Brandenburgs Flughafen-Staatssekretär Rainer Bretschneider: „Dieser Termin hat im realen Geschehen keine Grundlage.“ Ähnlich äußerte sich Flughafen-Chef Karsten Mühlenfeld. Der Termin sei nicht korrekt. Bis Mitte 2018 sei die Liquidität des Flughafens gesichert, teilte Brandenburgs Finanzminister Christian Görke (Linke) mit. Mehr Geld würden die drei Gesellschafter nicht zur Verfügung stellen.

Von Igor Göldner

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