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Brandenburg BER-Eröffnung: Zieht sie sich oder nicht?
Brandenburg BER-Eröffnung: Zieht sie sich oder nicht?
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21:40 22.04.2016
Eröffnungstermin 2017 wackelt. Quelle: dpa-Zentralbild
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Berlin

Der für Ende 2017 angekündigte Eröffnungstermin des Flughafens BER gerät erneut ins Wanken. „Das Datum ist wichtig. Ich streite mich aber nicht um vier Wochen“, sagte der Regierender Bürgermeister von Berlin, Michael Müller (SPD), am Freitag nach einer Sitzung des Flughafenaufsichtsrats. Müller – gleichzeitig Vorsitzender des Aufsichtsgremiums – brachte damit erstmals öffentlich das Jahr 2018 ins Spiel.

Hintergrund sind neue Forderungen des Eisenbahnbundesamtes, die wenige Stunden vor der Aufsichtsratssitzung auf dem Tisch von Flughafenchef Karsten Mühlenfeld gelandet waren. Danach gibt es ein neues Brandschutzproblem an einer sensiblen Schnittstelle zwischen dem fertigen BER-Bahnhof und der darüber liegenden Etage des Flughafengebäudes. Das Horror-Szenario: Bei einem Brand in der Ebene oben drüber könnten darunter fahrende Züge den Rauch durch Sogwirkung in den Bahnhof ziehen und Menschen dadurch ersticken.

Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller (l, SPD) und der Vorsitzende der Geschäftsführung der Flughafengesellschaft, Karsten Mühlenfeld, bei der Pressekonferenz. Quelle: dpa-Zentralbild

Aufsichtsratschef Müller zeigte sich überrascht von den neuen Anforderungen: „Damit konnte niemand rechnen. Aber Seriosität und Sicherheit stehen im Vordergrund.“ In Gesprächen mit dem Eisenbahnbundesamt soll nun geklärt werden, in welchem Umfang dafür Simulationsrechnungen und tatsächliche bauliche Veränderungen erforderlich sind. Das Problem dabei: Der sechsmonatige Puffer im Zeitplan ist fast aufgebraucht. Das Bauordnungsamt des Kreises Dahme-Spreewald als Genehmigungsbehörde ist nach einem Bericht des RBB aber nicht bereit, das Bahnhofsproblem zu entkoppeln und andere fertiggestellte Terminalteile bereits vorher freizugeben. Offenbar will man keinen Verstoß gegen die Landesbauordnung riskieren.

Ob der BER noch im nächsten Jahr eröffnet werden könne, liege jetzt nicht mehr allein bei der Flughafengesellschaft, sondern auch bei den Genehmigungsbehörden, sagte Müller mit deutlichem Fingerzeig in Richtung der Ämter. „jetzt müssen auch andere einen konstruktiven Beitrag leisten.“ Laut Flughafenchef Mühlenfeld werde an der Fertigstellung des Terminals bis Spätsommer dieses Jahres festgehalten. Dafür würden die Kapazitäten der Baufirmen auf mehr als 700 Mitarbeiter gesteigert.

Einen Streit um den Standort des künftigen Regierungsterminals in Schönefeld konnte der Aufsichtsrat beilegen. Danach soll der Protokollbereich für Staatsgäste rund fünf Jahre nach der Eröffnung des BER in Betrieb gehen kann, wie Mühlenfeld sagte. Die Flächen dafür sollen dem Bund Stück für Stück übergeben werden. Gleichzeitig werden zusätzliche Stellplätze für Flugzeuge gebaut.

Die Flughafengesellschaft kommt wegen der mehrere Milliarden Euro teuren Großbaustelle nicht aus den roten Zahlen. Zwar habe sich das Betriebsergebnis im vergangenen Jahr um 30 Millionen Euro verbessert, sagte Aufsichtsratschef Müller (SPD). Aus der Verlustzone kommt die Gesellschaft trotz gestiegener Passagierzahlen und höherer Entgelte für die Fluggesellschaften dennoch nicht heraus. Die endgültige Geschäftsbericht für 2015 wird im Mai veröffentlicht.

Von Volkmar Krause

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