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Brandenburg BER-Kosten: Lütke Daldrup braucht neue Geldgeber
Brandenburg BER-Kosten: Lütke Daldrup braucht neue Geldgeber
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02:15 21.12.2017
Verkehrsministerin Kathrin Schneider und BER-Chef Lütke Daldrup. Quelle: FOTO: dpa
Potsdam

Flughafenchef Engelbert Lütke Daldrup soll bei zur Finanzierung der Mehrkosten des Flughafens BER neue Geldquellen erschließen. Weitere Bürgschaften oder Landesdarlehen auf Steuerzahlerbasis schloss Brandenburgs Finanzminister Christian Görke (Linke) am Montag aus. Im Sonderausschuss BER des Landtags verwies er auf die Beschlusslage der drei Flughafen-Gesellschafter Berlin, Brandenburg und Bund, wonach finanzielle Mehrbelastungen durch das Unternehmen selbst – also die Flughafengesellschaft FBB – auszugleichen seien.

„Das ist jetzt die Stunde des Finanzvorstands, um die Auswirkungen der Inbetriebnahme auf die Kosten zu prognostizieren und einen Finanzierungsvorschlag zu machen“, sagte Görke. Der Flughafen müsse Kosten einsparen, neue Einnahmequellen erschließen oder Kredite aufnehmen – „ohne Bürgschaften der Gesellschafter“, wie Görke betonte.

Der BER soll im Oktober 2020 ans Netz und damit neun Jahre später als geplant. Die Kosten für den Airport haben sich seit Baubeginn 2006 von 2,0 auf 6,5 Milliarden Euro erhöht. Dem BER droht im kommenden Jahr das Geld auszugehen. Die bisherige Finanzplanung reicht nur bis ins nächste Jahr. Im März soll FBB-Chef Lütke Daldrup im Aufsichtsrat sein Finanzkonzept vorstellen. Über Spekulationen zu der Höhe der Mehrkosten – die Rede ist von einer weiteren halbe Milliarde Euro – wollte sich Görke nicht äußern.

Zehn Millionen für Tegel nötig

Im kommenden Jahr muss die Flughafengesellschaft noch einmal rund 10 Millionen Euro in Tegel investieren. Das Geld sei für Instandhaltung und Betriebssicherung nötig, wie Lütke Daldrup erklärte.

Einen taggenauen Eröffnungstermin will der Flughafenchef etwa anderthalb Jahre vorher bekanntgeben. Der Termin werde mit den Fluggesellschaften geklärt. Bis dahin werde sich auch die Berliner Airline-Landschaft nach der Air-Berlin-Pleite neu strukturiert haben, so Lütke Daldrup.

Der Berliner Stadtflughafen wird nach London-Gatwick der zweitgrößte Standort der britischen Luftfahrtkonzerns Easyjet. Im Laufe des nächsten Sommers sollen alle 25 Maschinen eingesetzt werden, die von der insolventen Air Berlin in Tegel übernommen wurden, sagte Easyjet-Deutschland-Chef Thomas Haagensen am Montag. Zusammen mit den zwölf Flugzeugen in Schönefeld hätte Easyjet dann 37 Maschinen in der Region stationiert. Easyjet fliegt ab 8. Januar von Tegel aus 19 Ziele in Europa an, davon vier in Deutschland.

Von Torsten Gellner

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