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Brandenburg BER: Neue S-Bahn nach Schönefeld?
Brandenburg BER: Neue S-Bahn nach Schönefeld?
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Hält hier irgendwann die S2? Quelle: Imago
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Berlin

Mit einem einfachen Vorschlag wollen Studenten der TU Berlin Bewegung in das zähe Ringen um eine bessere Schienenanbindung des neuen Hauptstadtflughafens BER in Schönefeld bringen. Sie schlagen eine vier Kilometer lange Abzweigung der S 2 südlich von Lichtenrade zum unterirdischen Flughafenbahnhof vor. Die S-Bahn würde die Fahrtzeit der Berliner vergleichsweise günstig und schnell verkürzen – anders als die geplante Regional- und Fernzugstrecke durch den Ortsteil im Berliner Süden.

Um die neue Strecke entlang der sogenannten Dresdner Bahn wird seit Jahren gestritten. Mit dem neuen S-Bahn-Abschnitt wäre der Flughafen vom Bahnhof Friedrichstraße aus in etwa 33 Minuten erreichbar, argumentieren Pierre Daniel Bertholdt, Thomas Taubert und Felix Thoma. Das wäre 15 Minuten weniger als auf der östlichen Route über das Ostkreuz, aber 13 Minuten mehr als über die umkämpfte geplante Dresdner Bahn. Die Baukosten beziffern die Studenten auf 50 bis 100 Millionen Euro. Die S-Bahn wollte sich dazu nicht äußern, Brandenburg schloss die Variante zunächst nicht aus, reagierte aber zurückhaltend.

Nachfrage soll untersucht werden

Eine Nachfrageuntersuchung im nächsten Jahr solle ergeben, wo S-Bahn-Strecken verlängert werden sollen, hieß es im Infrastrukturministerium. Seit Jahren gibt es solche Wünsche etwa aus Falkensee (Havelland) und Stahnsdorf (Potsdam-Mittelmark). Einen Nachteil im Vorschlag der Studenten machte Sprecher Steffen Streu aus: „Die S-Bahn kann kein Ersatz für den Fernverkehr sein.“ Der zwölf Kilometer lange Bahnabschnitt durch Lichtenrade ist Teil der Dresdner Bahn, die Berlin schneller mit Dresden, Prag und Budapest verbinden soll. Dabei soll die Bahntrasse mit zwei zusätzlichen Gleisen für den Fern- und Regionalverkehr erweitert werden.

Die Lichtenrader wehren sich gegen die von der Bahn geplante ebenerdige Strecke und fordern wie der Senat einen Tunnel. Als vollwertige Alternative sei die S-Bahn auch nicht gedacht, heben die Studenten hervor. Man wolle die verfahrene Debatte bereichern. „Mit einer S-Bahn-Westanbindung des Flughafens wäre die Einrichtung des Airport-Express und damit auch die Realisierung der Ferngleise entlang der Dresdner Bahn weniger vordringlich, so dass dieses Vorhaben zurückgestellt werden könnte und frei werdende Mittel in schneller umsetzbare Projekte investiert werden könnten.“

Von Burkhard Fraune

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