Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Brandenburg BER-Theater: „Letzter Akt“ steht noch nicht fest
Brandenburg BER-Theater: „Letzter Akt“ steht noch nicht fest
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
10:27 19.06.2017
Martin Burkert glaubt nicht an die BER-Eröffnung 2018. Quelle: dpa
Anzeige
Berlin

Der Vorsitzende des Verkehrsausschusses im Bundestag, Martin Burkert, zweifelt an einer Eröffnung des neuen Hauptstadtflughafens BER im kommenden Jahr. „Ich persönlich glaube nicht, dass es 2018 noch gelingen kann“, sagte der SPD-Politiker in Berlin. „Der BER ist ein Theaterstück, wo der letzte Akt noch nicht feststeht. Fakt ist: (...) Wenn’s einen Eröffnungstermin gibt, muss der sitzen.“

Da der Bund neben den Ländern Berlin und Brandenburg einer der Gesellschafter des BER ist, beschäftigt sich der Verkehrsausschuss im Bundestag regelmäßig mit dem Thema. Burkert leitet das Gremium seit 2014.

Problem: Zusammenarbeit der Baufirmen

Nach fünf geplatzten Terminen hatte Flughafenchef Engelbert Lütke Daldrup 2018 als Ziel für die Eröffnung ausgegeben. Auf die Kritik hin verwies er auf die am Bau beteiligten Firmen. „Der Eröffnungstermin hängt wesentlich davon ab, ob es gelingt, mit den fünf entscheidenden Baufirmen - Bosch, Caverion, Siemens, T-Systems und ROM - verbindliche vertragliche Regelungen über die Restbauleistungen und Termine zu treffen“, sagte Lütke Daldrup. Seit rund zwei Monaten werde intensiv darüber verhandelt. „Wenn es gelingt, mit den Firmen belastbare Vereinbarungen zu treffen, dann ist 2018 noch möglich.“

Die Baufirmen verdienen daran, dass der Flughafen nicht fertig wird. Seit 2012 werden sie auf Stundenbasis angefordert. Lütke Daldrup hatte zuvor bekannt, dieses System nicht mehr fundamental ändern zu können. Für die laufenden Gespräche stellte er aber ein Ende in Aussicht: „Wir rechnen mit einem Abschluss der Verhandlungen im Spätsommer.“

Lesen Sie auch:

BER-Chef: „Unser Ziel ist 2018“

Von Bastian Benrath

Berlin, Hamburg, Sachsen: In der Nacht zu Montag hat es in ganz Deutschland mindestens 13 Brandanschläge auf das Schienennetz der Bahn gegeben. In Berlin war der S-Bahn-Verkehr erheblich gestört. In Dresden musste der Zugverkehr sogar komplett eingestellt werden. Jetzt prüft die Polizei ein Bekennerschreiben.

19.06.2017

Neue Technik im Test: Am 1. August startet am Berliner Bahnhof Südkreuz ein mehrmonatiges Projekt zur Gesichtserkennung. Dafür sucht die Bundespolizei freiwillige Testpersonen, die den Bahnhof häufig nutzen.

19.06.2017
Brandenburg Lebenswichtiges Ehrenamt in Brandenburg - Gibt es bald die Feuerwehrrente?

Angesichts zunehmender Nachwuchsprobleme sollen die Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr in Brandenburg nach einem Vorschlag der CDU eine Rente erhalten – der Landtag berät Ende Juni über den Vorstoß aus der Opposition. Erstmals gibt es in Brandenburg weniger als 40.000 Feuerwehrleute.

19.06.2017
Anzeige