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Wowereit kritisiert Brandenburg

Berlins Regierender Bürgermeister über BER-Turbulenzen Wowereit kritisiert Brandenburg

Am BER bahnt sich neuer Streit an: Aufsichtsratschef Klaus Wowereit (SPD) kritisiert die schlechte Stimmung auf der Baustelle und die "Störmanöver von allen Seiten". Gerade von Brandenburger Seite gäbe es häufig neue Forderungen. Mehdorns Pläne, die Südbahn notfalls auch ohne Lärmschutz in Betrieb zu nehmen, unterstützt er aber.

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Wowereit hat sich in einem Interview mit der "Berliner Morgenpost" kritisch zu den aktuellen Entwicklungen am BER geäußert.

Quelle: dpa

Schönefeld. Unter den Eigentümern des künftigen Hauptstadtflughafens bahnt sich neuer Streit an. Hintergrund ist der Schallschutz. Die Stimmung auf der Baustelle könnte besser sein, sagte der Berliner Regierende Bürgermeister und Aufsichtsratschef Klaus Wowereit (SPD) in einem Interview der „Berliner Morgenpost”. „Es gibt gerade auch von Brandenburger Seite häufig neue Forderungen.”

Wowereit sagte, für Grundsätzliches wie den Brandschutz und die Nordbahnsanierung gebe es Lösungen, insgesamt sei es aber kompliziert. „Es gibt Störmanöver von verschiedenen Seiten.” Wowereit kritisierte andauernde Indiskretionen aus dem Kreis der Eigentümer. Das sind neben Berlin der Bund und Brandenburg.

Mehdorn will ab Juli die Nordbahn sanieren, die der neue Flughafen vom benachbarten Altflughafen Schönefeld übernimmt. Während der dreimonatigen Arbeiten fliegen die Maschinen von Schönefeld-Alt von der neu gebauten Südbahn. 4000 Haushalte wären neu von Fluglärm betroffen. Für sie fordern die in Brandenburg ansässige Gemeinsame Obere Luftfahrtbehörde Berlin-Brandenburg und die Anrainergemeinden in der Fluglärmkommission zunächst Schallschutz.

Flughafenchef Hartmut Mehdorn hatte ankündigt, alles zu tun, das bis Juli noch zu schaffen, notfalls aber den Südbahnbetrieb auch ohne Schallschutz zu starten. „Der Flugbetrieb wird nicht ausgeweitet, wenn man ihn für ein paar Monate auf die Südbahn verlagert”, unterstützte Wowereit den Flughafenchef. „Es ist in der Summe keine zusätzliche Belastung für die Bürger. Aber man kann jede Debatte auf die Spitze treiben.”

dpa

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BER-Chef will Südbahn vorübergehend in Betrieb nehmen

Flughafenchef Hartmut Mehdorn will die Südbahn des BER Anfang Juli notfalls auch ohne Schallschutz für die rund 4200 betroffenen Anwohner in Betrieb nehmen. Das stellte er am Montag in der Fluglärmkommission in Schönefeld (Dahme-Spreewald) klar.

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