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BER zu klein: Urlauber sollen ab Leipzig fliegen

Angebot aus Sachsen BER zu klein: Urlauber sollen ab Leipzig fliegen

Sachsens Ministerpräsident Stanislaw Tillich (CDU) hat erneut den Leipziger Flughafen als Ergänzung zum zu klein geplanten BER in Schönefeld (Dahme-Spreewald) ins Gespräch gebracht. Passagiere sollen im Zug nach Leipzig abgefertigt werden und dann in die Ferien fliegen. Doch Brandenburg hat kein Interesse.

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Quelle: dpa-Zentralbild

Potsdam. Sachsens Ministerpräsident Stanislaw Tillich (CDU) hat erneut den Leipziger Flughafen als Ergänzung zum zu klein geplanten BER in Schönefeld (Dahme-Spreewald) ins Gespräch gebracht. So sollen Ferienflieger, die am BER keinen Platz finden oder denen die geplanten Flughafengebühren zu teuer sind, den Leipziger Airport ansteuern. „Als Hauptstadtflughafen ist der BER für die etablierten Fluggesellschaften ein Muss“, sagte Tillich der „BZ“. „Die werden die hohen Gebühren auch zahlen, die der Flughafen zur Refinanzierung braucht.“ Für Ferienflieger stehe Leipzig als Alternative bereit. „Ich würde mir eine partnerschaftliche Zusammenarbeit mit Berlin in dieser Frage wünschen.“

Check-In im Zug

Stanislaw Tillich (CDU)

Stanislaw Tillich (CDU).

Quelle: dpa-Zentralbild

Per Zug sei Leipzig aus Berlin binnen einer Stunde zu erreichen. „Die Fluggäste könnten bereits während der Fahrt von ihrem Sitzplatz aus einchecken, ihr Gepäck aufgeben und in Leipzig direkt in die Sicherheitskontrolle gehen“, erklärte Tillich. Er sei bereits mit der Bahn im Gespräch, um „ein attraktives Angebot“ hinzu bekommen. Doch weder Berlin noch Brandenburg sind bisher auf die wiederholten Avancen des sächsischen Regierungschefs eingegangen – obwohl Tillich mit Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) befreundet ist.

Woidke und Müller sind wenig begeistert

Er sei bei Woidke und beim Berliner Regierungschef Michael Müller (SPD) noch nicht „auf die Resonanz gestoßen, die ich mir wünsche“, räumte Tillich ein. Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) stehe der Option jedoch offen gegenüber. Mit Leipzig als Ergänzung zum BER müsste auch der Berliner Stadtflughafen Tegel nicht offen bleiben. Die Diskussion über eine Verlängerung der Betriebszeit für Tegel ist im Berliner Wahlkampf derzeit wieder aufgeflammt.

Rekordjahr für Tegel und Schönefeld

Die Berliner Flughäfen verzeichnen Rekordzuwächse. Von Januar bis Juli 2016 stiegen die Passagierzahlen im Vergleich zum Vorjahr um 11,4 Prozent. 18,3 Millionen Passagiere flogen in diesem Jahr bereits ab Schönefeld und Tegel. Im Juli betrug die Passagierzahl an beiden Flughäfen zusammen erstmals über drei Millionen. Nach aktueller Planung können am BER etwa 25 Millionen Fluggäste jährlich abgefertigt werden. Doch vergangenes Jahr wurden in Tegel und Schönefeld schon fast 30 Millionen Passagiere gezählt. Deswegen soll der BER um ein Terminal erweitert werden und der alte Schönefelder Flughafen vorübergehend länger genutzt werden.

Von Torsten Gellner

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