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BGH verwirft Revision

Maskenmann BGH verwirft Revision

Im umstrittenen Maskenmann-Fall hat der Bundesgerichtshof in Leipzig die Revision verworfen. Das bestätigte Axel Weimann, der Anwalt des Angeklagten Mario K., am Donnerstag der MAZ. Der Berliner Mario K. war im Juni 2015 vom Landgericht Frankfurt (Oder) wegen Entführung eines Bankers und zwei Überfällen auf eine Millionärsfamilie zu lebenslanger Haft verurteilt worden.

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Der Angeklagten Mario K. im Verhandlungssaal am Landgericht in Frankfurt (Oder) kurz vor der Urteilsverkündung am 12. Juni 2015.

Quelle: DPA

Potsdam/Leipzig. Der Bundesgerichtshof Leipzig (BGH) hat die Revision im umstrittenen Maskenmann-Fall verworfen. Das bestätigte Axel Weimann, der Anwalt des Angeklagten Mario K., am Donnerstag der MAZ. Der Berliner Mario K. war im Juni 2015 vom Landgericht Frankfurt (Oder) wegen der Entführung eines Bankers und zwei Überfällen auf eine weitere Millionärsfamilie in Oder-Spree zu lebenslanger Haft verurteilt worden. Das Urteil ist somit rechtskräftig. Nicht nur die Verteidigung, auch die Nebenklage hatte gegen das Urteil Revision eingelegt.

Anwalt spricht von einem Fehlurteil

„Die Suche nach Beweisen gegen den oder die wahren Täter geht weiter“, so Weimann. Wenn solche Beweise auftauchen, werde er die Wiederaufnahme des Verfahrens beantragen, so Weimann. Mario K. beteuert seine Unschuld. Er habe die Taten nicht begangen, betonte der Dachdecker. Sein Anwalt sprach nach der Urteilsverkündung von einem „Fehlurteil“. Das Gericht war trotz löchrigen Indiziennetzes zu der Überzeugung gelangt, dass Mario K. schuldig ist.

Polizisten beklagen schwere Ermittlungsfehler

In dem Prozess hatten Polizisten schwere Fehler und Versäumnisse bei den Ermittlungen beklagt. Die beiden auch wegen Mobbings in der Kritik stehenden Ermittlungsleiter sollen nun offenbar versetzt werden. Gegen kritische Beamte laufen aber weiter Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts der eidesstattlichen Falschaussage.

Der 48-jährige Mario K., der nach langen Ermittlungen und Fahndungsmaßnahmen im September 2013 festgenommen worden war, soll 2012 einen Investmentbanker aus seinem Haus am Storkower See entführt und mit Hilfe eines Kajaks auf eine Schilfinsel verschleppt haben. Von dort gelang dem Opfer nach eigenen Angaben die Flucht. 2011 soll Mario K. zwei Überfälle auf eine Unternehmerfamilie in Bad Saarow begangen haben. Er sitzt in Cottbus in Haft.

Von Marion Kaufmann

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