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Brandenburg Bad Freienwalde bangt um Heilbad-Status
Brandenburg Bad Freienwalde bangt um Heilbad-Status
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15:10 30.05.2015
Stadtansicht von Bad Freienwalde Quelle: dpa-Zentralbild
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Potsdam/ Bad Freienwalde

Bad Freienwalde muss mehr denn je um den Status als Heilbad zittern. Der Landesfachbeirat für Kur- und Erholungsorte sprach sich für die Aberkennung des Prädikats Moorheilbad aus, wie das Gesundheitsministerium am Montag auf Anfrage in Potsdam mitteilte. Damit wird der Verlust der staatlichen Anerkennung wahrscheinlicher. Eine endgültige Entscheidung trifft das Ministerium. Wann das sein wird, ist bislang unklar.

Warten auf die Antwort der Stadt

Zunächst werde noch eine Stellungnahme der Stadt abgewartet, sagte ein Ministeriumssprecher. Der Beirat hatte demnach empfohlen, das Verfahren mit Blick auf die Tragweite einer Aberkennung bis zum 30. September auszusetzen, um der Stadt noch die Möglichkeit zu geben, den Rückbau einer Brücke zu veranlassen. Sie ist Teil von vielen Kritikpunkten, die der Rat bei Prüfungen in den vergangenen Jahren beanstandet hatte. Über die Brücke durch die Stadt führt eine Bundesstraße. Neben dem Lärmaspekt hatte der Rat bemängelt, dass zu wenig Hotelbetten für einen Kurort vorhanden sind.

Die Stadt war für eine Stellungnahme zunächst nicht zu erreichen. 2003 wurde der Status Moorheilbad staatlich anerkannt. Als Kurort hat die Stadt im Landkreis Märkisch-Oderland mit etwa 12 500 Einwohnern eine lange Geschichte, sie gehört zu den ältesten Kurzentren in Brandenburg. Noch vor der Sitzung des Landesfachbeirats Ende April hatte der Bürgermeister Ralf Lehmann betont: “Wir setzen alles daran, historisches Moorbad zu bleiben.“

Aberkennung wäre Premiere

Laut Ministerium gibt es in ganz Brandenburg acht staatlich anerkannte Kurorte. Es sei bislang noch nie vorgekommen, dass einer seinen Status verloren hat.

Welchen Status ein Kurort bekommt, regelt das brandenburgische Gesetz über die Anerkennung als Kurort und Erholungsort. Als Moorheilbad muss unter anderem ein natürliches Heilmittel des Bodens in dem Kurort vorhanden sein und es müssen entsprechende klimatische und lufthygienische Bedingungen vorherrschen.

Von MAZonline

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