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Badespaß in Brandenburg noch ungetrübt

Bislang keine Seen durch die Flut verunreinigt Badespaß in Brandenburg noch ungetrübt

„In Brandenburg kann trotz des Hochwassers weiter gefahrlos gebadet werden“, heißt es aus dem Umweltministerium in Potsdam. 

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Quelle: Gartenschläger

Potsdam. Die Wasserqualität an den 250 Badestellen im Land, die regelmäßig von den Gesundheitsämtern kontrolliert werden, sei gut. Bernhard Remde, Abteilungsleiter für Verbraucherschutz im Potsdamer Umweltministerium, rechne nicht damit, dass wie in Bayern auch in der Mark Seen durch die Flut verschmutzt werden.

„Bayern und Brandenburg lassen sich nicht vergleichen“, meint auch Dieter Leßmann vom Lehrstuhl für Gewässerschutz an der Brandenburgischen Technischen Universität (BTU) Cottbus. Der Grund: Die Seen liegen weiter weg von den Gefahrenzonen. Außerdem gab es in Brandenburg keinen Starkregen, der verunreinigtes Wasser aus der Kanalisation an die Oberfläche gespült hätte.
Das Leibniz-Institut für Gewässerökologie und Binnenfischerei in Berlin hatte davor gewarnt, dass in Deutschland die Wasserqualität der Badeseen durch das Hochwasser beeinträchtigt werden könnte. Aus Kanälen oder überfluteten Kläranlagen könne Abwasser in die Gewässer geraten. Zudem könnte Öl aus Heizungsanlagen den Badespaß trüben. Der bayrische Landkreis Dillingen warnt derzeit vor dem Planschen. Durch Ablaufwasser der Donau seien die Seen stark keimbelastet. Mögliche Folge: Durchfall oder Wundinfektionen. Auch Treibgut könnte die Badegäste verletzten.
„Ich habe einen zehnjährigen Sohn. Mit dem würde ich im Moment in Brandenburg bedenkenlos baden“, meint Axel Bronstert, Professor für Hydrologie an der Universität Potsdam. Unappetitlich könnte es allerdings in den Havel-Poldern werden, die zur Entlastung der Elbe geöffnet wurden. „Dort badet ja aber niemand“, sagt Bronstert. 2002 war es in dem Überschwemmungsgebiet zu einem Fischsterben gekommen, weil die Felder unter dem stehenden Wasser zu faulen begangen. Der Gülper See, der mit der Havel verbunden ist, könnte etwas von der Polderbrühe abbekommen. „Die Folge wäre Algenwachstum“, erklärt Bronstert. Das trübe zwar die Sicht, sei für Menschen aber nicht ernsthaft gefährlich. Ähnlich sieht es Dieter Leßmann für die Spree. Schwebstoffe – Tonpartikel aus Feldern – könnten mitgespült werden – aber bis sie etwa im Berliner Müggelsee landen, seien sie extrem verdünnt. Dass die Gäste weiter baden können, hofft auch Marcel Bartoschewitz, Betreiber der Gaststätte am Rudower See in Lenzen (Prignitz). „So lange der Deich hält, sehe ich kein Problem“, sagt er. Rund zwei Kilometer Luftlinie trennen die Badegäste vom Elbdeich. mak  

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