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Brandenburg Doppelt so viele Badetote in Brandenburg wie vergangenes Jahr
Brandenburg Doppelt so viele Badetote in Brandenburg wie vergangenes Jahr
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18:27 13.09.2018
Zahlreiche Badegäste genießen das sommerliche Wetter am Senftenberger See. Quelle: Monika Skolimowska/dpa
Bad Nenndorf/Potsdam

In der ablaufenden Badesaison sind in Brandenburg 28 Menschen beim Schwimmen und Baden ertrunken. Bis Ende August hat sich damit die Zahl der Badetoten im Vergleich zum Vorjahreszeitraum verdoppelt, teilte die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) am Donnerstag in Bad Nenndorf (Niedersachsen) mit. Die steigende Zahl der Verunglückten entspricht dem Bundestrend.

In Brandenburg waren fast alle Opfer (fünf sind noch nicht identifiziert) älter als 50 Jahre. Unter den 28 Badetoten befanden sich 25 Männer und drei Frauen. Zwei Menschen kamen in Schwimmbädern ums Leben, 25 in Seen, Teichen oder Flüssen.

„Zahlen sind das Ergebnis der Bäderschließungen“

Deutschlandweit beläuft sich die Zahl der Toten den Angaben zufolge auf 445 und liegt damit so hoch wie seit zehn Jahren nicht mehr. Das liege auch an dem außergewöhnlich guten Sommer. „Jeder, der die Möglichkeit hatte, ist natürlich Schwimmen gegangen“, sagte DLRG-Sprecher Achim Wiese. Allein die Zahl der ertrunkenen Vor- und Grundschulkinder stieg um 100 Prozent auf 26. „Diese Zahlen sind das Ergebnis der Bäderschließungen und der damit verbundenen Ausfälle von Schwimmunterricht an den Schulen“, erklärte DLRG-Präsident Achim Haag.

Die meisten Menschen ertrinken laut DLRG, weil sie zu leichtsinnig und risikobereit sind oder die eigene Leistungsfähigkeit überschätzen. Am häufigsten gingen Menschen an unbewachten Gewässern wie Seen und Flüssen unter. Beunruhigend sei aber auch die Zahl der Toten in Schwimmbädern: Dort ertranken bundesweit 19 Menschen mehr als 2017. Rund 80 Prozent der Badetoten sind Männer.

Von MAZonline/dpa