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Brandenburg Bahn sagt Automaten-Sprengern den Kampf an
Brandenburg Bahn sagt Automaten-Sprengern den Kampf an
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13:11 29.05.2015
Am Donnerstag wurden am S-Bahnhof Neuenhagen gleich zwei Automaten gesprengt. Quelle: BB_aktuell
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Berlin, Potsdam

„Sprengmeister“ machen zurzeit Bahnhöfe in Brandenburg und Berlin unsicher: In den vergangenen Tagen wurden an verschiedenen Orten 6 Fahrkarten-Automaten gesprengt, zuletzt in der Nacht zu Donnerstag in Neuenhagen (Märkisch-Oderland) und Berlin-Grünau. Im Mai wurden außerdem Automaten auf dem Bahnhof Michendorf (Potsdam-Mittelmark), auf dem Bahnhof Eichwalde (Dahme-Spreewald), und in Velten (Oberhavel) angegriffen.

6,7 Millionen Euro Schaden im Jahr 2014

Obwohl die Täter meist nur geringen Erfolg haben, entsteht der Bahn allein durch diese Form des Vandalismus’ jährlich ein Schaden in Millionenhöhe. Im vergangenen Jahr waren es nach eigenen Angaben 6,7 Millionen Euro. 390 Automaten wurden angegriffen. Ein Gerät kostet etwa 30.000 Euro, nach einer Sprengung muss er meist komplett ersetzt werden. Neben Brandenburg und Berlin sind Sachsen, Sachsen-Anhalt und das Rhein-Main-Gebiet Schwerpunkte dieser Form von Kriminalität. Wie viele Aufbrüche es in Brandenburg gab, wollte die Bahn nicht mitteilen.

Im Fokus der Bundespolizei

Künftig will sich das Unternehmen besser schützen: „Die Folgen von Vandalismus oder Diebstahl wollen wir nicht länger hinnehmen“, sagt Bernd Rattey, Leiter des DB-Automatenvertriebs. Die Geldkassetten werden häufiger geleert. Und nach dem signifikanten Anstieg der Diebstähle aus Fahrscheinautomaten im Jahr 2012 richtete die Bundespolizei spezielle Teams ein. Das hatte Erfolg: Mehrere Tätergruppen konnten dingfest gemacht werden, und die Zahl der Aufbrüche ging von 560 im Jahr 2013 auf 392 im Folgejahr zurück.

So sieht das Geld aus, nachdem die Farbpatrone geplatzt ist. Quelle: Holger Bajohra

Automaten mit Farbpatronen gesichert

Zudem investiert die Bahn in diesem Jahr mehrere hunderttausend Euro, um immer mehr Automaten mit Farbpatronen zu sichern. DB-Sicherheitschef Gerd Neubeck: „Wird die Geldkassette gekippt oder geschüttelt, platzt eine Farbpatrone und spritzt mit hohem Druck eine nicht ablösbare Farbe auf die Geldscheine. Das Geld ist wertlos, der Aufbruch damit sinnlos.“ Das Unternehmen betreibt bundesweit etwa 7000 Fahrkartensautomaten.

Bahn weitet Videoüberwachung aus

Außerdem kündigte die Bahn jetzt an, die Videoüberwachung an Bahnhöfen auszuweiten. Bis 2019 sollen rund 36 Millionen Euro in Modernisierung und Ausbau von Videotechnik an Bahnhöfen fließen. Derzeit sind laut Bahn 4.800 Kameras an rund 640 Bahnhöfen im Einsatz. Zugriff auf die Aufnahmen hat allein die Bundespolizei, versichert die Bahn. Der erste Bahnhof, bei dem die neue Videotechnik bereits zum Einsatz kommt, ist der Berliner Bahnhof Ostkreuz.

Mit einem weiteren Programm installiert die Bahn bis Ende des Jahres an rund 100 kleineren Stationen insgesamt etwa 700 Videokameras. Wie viele der über 300 Bahnhöfe in Brandenburg bereits damit ausgestattet sind und wie viele es werden sollen, gibt die Bahn nicht bekannt.

Von Maria Kröhnke

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