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Bahnverkehr läuft langsam wieder an

Chaos in Berlin und Brandenburg Bahnverkehr läuft langsam wieder an

Der Sturm „Xavier“ dauerte nur wenige Stunden, die Auswirkungen werden aber noch den ganzen Freitag zu spüren sein. Besonders in den Bahnhöfen wimmelte es von gestrandeten Menschen. Beim S-Bahnverkehr gibt es noch Probleme, die Regionalbahn ist massiv eingeschränkt. Wir geben einen Überblick.

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Aufräumarbeiten in Brandenburg dauern an

Pendler brauchen auch am Morgen viel Geduld.

Quelle: dpa

Potsdam. Reisende und Berufspendler aus Brandenburg müssen sich auch am Freitag auf lange Wartezeiten, Verspätungen und Zugausfälle einstellen. Wer auf den Regionalverkehr angewiesen ist, solle besser auf andere Verkehrsmittel umsteigen, sagte ein Sprecher der Bahn. „Das ganze Netz in der Region ist massiv eingeschränkt. Wir haben zahlreiche Bäume auf den Gleisen, beschädigte Oberleitungen und abgeknickte Fahrmasten.“ Die Reparaturen würden voraussichtlich den ganzen Tag dauern. Deutschlandweit kostete „Xavier“ sieben Menschen das Leben, in Brandenburg kamen vier ums Leben.

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Im ganzen Land entwurzelte Bäume, hunderte zerstörte Autos, viele beschädigte Straßen und Wege: Sturmtief „Xavier“ hat am 5. Oktober auch in Brandenburg gewütet. Wir zeigen die Bilder der Verwüstung.

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Erhebliche Einschränkungen gab es zudem im S-Bahn-Verkehr. Zwar verkehrten auf fast allen Strecken Züge, viele Linien blieben aber unterbrochen und wurden teils mit Schienenersatzverkehr überbrückt. Mindestens 40 Bäume seien in die Gleise gestürzt, sagte ein Sprecher. Die Ringbahn S41/42 pendelte nur auf einem kleinen Abschnitt zwischen Treptower Park und Hermannstraße, der südliche und östliche Ring werde aber durch die S9 und S46 größtenteils abgedeckt. Die S85 fiel noch komplett aus. Zwischen den S-Bahn-Stationen Grunewald und Wannsee (S7) wurde ein Schienenersatzvekehr mit Bussen eingerichtet. Seit Freitag 16.00 Uhr verkehrt die S7 zwischen Ahrensfelde und Potsdam Hbf im 20-Minuten-Takt. Schon am Donnerstagnachmittag war in diesem Streckenabschnitt eine S-Bahn mit mehreren hundert Fahrgästen rund drei Stunden liegen geblieben. Reisende können sich online über den angebotenen Zugverkehr informieren

Warten auf den Bus in Grunewald.

Quelle: André Bauer

Liveticker zum Nachlesen: So wütete "Xavier" in Brandenburg

Fernverkehr durch Sturm lahmgelegt

Für Fernzüge sahen die Infos am Freitagmorgen düster aus: Etliche Verbindungen fielen aus. Am Freitagmittag hat die Deutsche Bahn den Fernverkehr von Berlin Richtung Leipzig und weiter nach München wieder aufgenommen. Nach den Sturmschäden vom Donnerstag blieben aber die Strecken Berlin-Hamburg und Berlin-Hannover weiterhin gesperrt und auch am Freitag wird auf diesen Routen kein Bahnverkehr mehr möglich sein, teilte das Verkehrsunternehmen mit. Zwischen Hamburg und Hannover sollten die ersten Züge wieder von 17.00 Uhr an fahren.

Auch auf der Strecke Berlin-München sind noch Verspätungen zu erwarten. Zwischen Luckenwalde und Trebbin südlich von Berlin war zunächst nur ein Gleis frei, wie der Sprecher sagte. Die meisten Regionalzüge in Berlin und Brandenburg konnten noch nicht wieder fahren. Lediglich der Regionalexpress RE 1 war zwischen Magdeburg und Genthin sowie zwischen Frankfurt (Oder) und Fürstenwalde unterwegs. Der RE 6 verkehrte zwischen Hennigsdorf und Velten.

Nahverkehr läuft mit nur wenigen Einschränkungen

Auch im Berliner Nahverkehr gibt es noch Einschränkungen. Zwar verkehrten fast alle Busse, Straßenbahnen, U-Bahnen und Fähren am Freitagvormittag wieder planmäßig, wie ein Sprecher der Berliner Verkehrsgesellschaft (BVG) sagte. Die Buslinien 161, 222 und 309, die durch waldreiche Außenbezirke führen, waren jedoch zunächst noch wegen Aufräumarbeiten unterbrochen.

Auch der öffentliche Nahverkehr in Brandenburg kam am Donnerstag zeitweise zum Erliegen. Neben Regional- und Fernbahnen waren auch Straßenbahnen, Busse und Fähren betroffen. In Potsdam stellte der Verkehrsbetrieb den kompletten Linienverkehr ein. Am Morgen fuhren Busse und Straßenbahnen wieder an, jedoch muss auch hier noch mit Ausfällen und Verspätungen gerechnet werden. Mehr Infos auf der Webseite der ViP

Viele Straßen noch nicht wieder frei

Auch Autofahrer sollten vorsichtig fahren. „Die Situation auf den Straßen in Brandenburg ist weiterhin schwierig“, teilte ein Beamter der Leitstelle der Brandenburger Polizei mit. Vor allem viele kleinere Straßen waren noch durch Bäume oder Äste versperrt. Größere Straße wären aber meist schon wieder frei gewesen. Auch in Berlin ist Vorsicht geboten: Auf den Straßen lägen zum Teil noch große Äste und Bäume, sagte ein Sprecher der Berliner Feuerwehr. „Das werden wir Stück für Stück abarbeiten, was aber noch den ganzen Tag dauern kann.“ Es herrsche immer noch Ausnahmezustand in der Stadt.

Von MAZonline

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