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Brandenburg Bald kein Bargeld mehr am Sparkassen-Schalter
Brandenburg Bald kein Bargeld mehr am Sparkassen-Schalter
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00:18 18.03.2017
Geld nur noch am Automaten. Die klassischen Schalter sind bei der MBS ein Auslaufmodell. Quelle: dpa
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Potsdam

Bargeldverkehr am Schalter – damit soll in den Filialen der Mittelbrandenburgischen Sparkasse (MBS) bald Schluss sein. Kunden sollen dann ausschließlich Bargeld per EC- oder Kreditkarte am Automaten erhalten. Die Umstellung läuft derzeit in Potsdam, es folgen die Filialen in den Kreisen Oberhavel und Havelland. Bis Mitte 2018 soll der „Prozess zur Verlagerung des Verwahrorts von Bargeld“, wie es offiziell heißt, beendet sein. Der Schritt erfolgt laut MBS aus Gründen der Sicherheit. Ohne Bargeld am Schalter würde das Risiko eines Banküberfalls verringert, sagte die stellvertretende Sprecherin der MBS, Daniela Toppel. Die Sparkasse erhofft sich auch eine Reduzierung von Kosten. Schließlich fällt für Mitarbeiter die komplette Aus- und Einzahlung von Bargeld weg.

Über den Wegfall des Service seien vor allem ältere Bürger wenig begeistert, sagt der Verbandsratschef der Volkssolidarität in Brandenburg, Bernd Niederland. Dieser Trend sei nicht im Interesse von Senioren. Zumal die Geldautomaten gar nicht so einfach zu bedienen seien. „Es ist künftig umständlicher“, sagt Niederland. Die Sparkassen seien in der Pflicht, ausreichend Servicepersonal zur Verfügung zu stellen, das im Notfall den Kunden hilft.

Dafür sei gesorgt, hält die Mittelbrandenburgische Sparkasse dagegen. Die Kunden müssten sich zwar umgewöhnen, doch niemand müsse mit leeren Taschen nach Hause gehen. Wer unsicher oder nicht in der Lage sei, einen Automaten zu bedienen, dem würde ein Filialmitarbeiter helfen. Wer beispielsweise seine PIN-Geheimzahl vergessen hat, erhält am Schalter eine weiße Ersatzkarte nur für diese Transaktion. Mit der kann der Kunde am Automaten ohne PIN Geld abheben oder einzahle, so die Sprecherin. Bisher gebe es keine Beschwerden. 98 Prozent der Kunden der MBS würden in den 130 Geschäftsstellen Automaten nutzen oder ihre alltäglichen Bankgeschäfte über E-Banking oder per Telefon abwickelt.

Die Umstellung im MBS-Bereich, zu dem die Kreise im westlichen Brandenburg gehören, läuft seit gut zwei Jahren. In den Filialen in Potsdam-Mittelmark, Teltow-Fläming, Brandenburg/Havel und Dahme-Spreewald gibt es bereits kein Bargeld mehr an den Schaltern.

Diesen Weg gehen nicht alle Sparkassen in Brandenburg. Die Sparkasse Uckermark in Prenzlau setzt auf einen „Mix“. In etwa der Hälfte der 13 Filialen gibt es weiterhin den klassischen Bargeld-Schalter, so Sprecherin Annett Hieke. In anderen Filialen gebe es Bargeld mit Unterstützung von Mitarbeitern am Automaten, in wiederum anderen würde es ausschließlich Automaten geben. Sich gänzlich vom Bargeld am Schalter zu trennen, sei derzeit nicht geplant.

So verfährt auch die Sparkasse Niederlausitz im Kreis Oberspreewald-Lausitz. Dort wurden vier der 16 Geschäftsstellen vor kurzem in Selbstbedienungskassen umgestellt, so Sprecherin Eva Elmer. Die Sicherheit spielt auch dort eine wichtige Rolle. „Je weniger Bargeld in Geschäftsstellen liegt, je geringer ist die Versuchung von Überfällen.“

Davon war auch die Berliner Sparkasse betroffen. Wegen zahlreicher Überfälle, auch mit Schusswaffen, wurde schon vor längerer Zeit die Zahl der Filialen mit Bargeld am Schalter zurückgefahren, so Sprecherin Constanze Stempel. Von den 108 Standorten in der Bundeshauptstadt haben nur noch fünf klassische Bargeld-Kassen.

Von Igor Göldner

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