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Brandenburg Bank gesprengt – das sagt der Filialleiter
Brandenburg Bank gesprengt – das sagt der Filialleiter
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19:18 26.11.2015
Die Bank ist von den Tätern schwer beschädigt worden. Quelle: dpa-Zentralbild
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Lübben

Sven Thamm (43) ist Vorstand der Spreewaldbank. Im Interview mit der MAZ spricht er darüber, welchen Schaden die unbekannten Täter durch die Explosion angerichtet haben. Außerdem sagt er, warum so oft Volks- und Raiffeisenbanken ins Visier der rabiaten Diebe geraten.

Sven Thamm, Bank-Vorstand. Quelle: privat

Wie hoch ist der Schaden?

Sven Thamm: Wenn das Gebäude ein Totalschaden ist, müssen wir mit 400.000 Euro rechnen.

Lassen Sie die Filiale wieder aufbauen?

Thamm: Das kann ich noch nicht sagen. Wir werden die Filialstandorte angesichts der Angriffe aus Sicherheitsgesichtspunkten neu bewerten.

Warum trifft es so oft die Volksbanken und Raiffeisenbanken?

Thamm: Wir haben – ähnlich wie die Sparkassen – Geldautomaten in der Fläche des Landes. Viele andere Banken halten solche Automaten in diesen Gegenden gar nicht vor.

Machen Versicherungen überhaupt noch mit, wenn’s so oft knallt?

Thamm: In jedem Fall kalkulieren die Versicherungen ihre Schäden und heben dann die Prämien an.

Mit einem Brandbrief an die Landesregierung haben Sie nach dem letzten Angriff für Aufsehen gesorgt, wurden zum Innenminister eingeladen. Was hat sich seither geändert?

Thamm: Einiges, was wir an sicherheitsrelevanten Dingen vereinbart haben, wurde umgesetzt, vieles läuft aber schleppend. Was wir brauchen, ist mehr Polizeipräsenz. Die Täter haben das Gefühl, ungehindert agieren zu können.

Werden Sie wieder auf politischer Ebene Druck machen?

Thamm: Was soll ich machen, wenn man in Potsdam nicht die nötigen Schlüsse zieht? Ich bin nur Banker. Die Taten sprechen für sich. Es kann aber keiner wollen, dass wir überall auf dem Land die Geldautomaten abbauen und es sie nur noch in großen Städten gibt.

Von Ulrich Wangemann

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