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Brandenburg Bankdiebe sprengen Filiale – Wand eingestürzt
Brandenburg Bankdiebe sprengen Filiale – Wand eingestürzt
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14:54 26.11.2015
Drei Diebe haben den Eingangsbereich dieser Bankfiliale in Groß-Leuthen gesprengt. Nach Angaben der Polizei waren es drei Männer. Quelle: dpa-Zentralbild
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Groß-Leuthen

Drei Männer haben in der Nacht zum Donnerstag in Groß-Leuthen (Dahme-Spreewald) den Eingangsbereich einer Genossenschaftsbank gesprengt. Ob sie dadurch in das Gebäude gelangt sind und ob sie etwas erbeutet haben, ist nach Angaben der Polizei in Potsdam noch ungeklärt. Da der Eingangsbereich der Bank in dem zur Gemeinde Märkische Heide gehörenden Dorf stark zerstört ist, konnten die Ermittlungen bisher nicht in vollem Umfang beginnen. Spezialisten des Landeskriminalamts haben erst am Morgen mit der Spurensicherung begonnen.

Sie flüchteten mit dem Auto

Die Polizei sei am frühen Morgen gegen 2.20 Uhr von einem Anwohner alarmiert worden, sagte der Sprecher. Der Augenzeuge habe drei Männer in einem Auto flüchten sehen. Das Dorf Groß Leuthen im Spreewald liegt, anders als bei früheren ähnlichen Überfällen, nicht in der Nähe einer Autobahn, die eine schnelle Flucht ermöglicht.

Wand eingestürzt – Dach angehoben

Nach ersten Angaben der Polizei wurde das Dach des Gebäudes angehoben. Eine Wand sei eingestürzt. Verletzt wurde niemand. Björn Lakenmacher, der innenpolitische Sprecher der CDU-Fraktion, spricht im Zusammenhang mit der Sprengung in Groß-Leuthen von „skrupellosen Verbrechern“, denen es egal ist, „ob Menschen zu Schaden kommen oder gar ihr Leben verlieren“. Dabei gehen sie äußerst brutal vor.

In den vergangenen Monaten sind in Brandenburg immer wieder Geldautomaten gesprengt worden, wobei es teilweise zu hohem Sachschaden gekommen ist. Bundesweit gab es nach Angaben des Bundeskriminalamts bis Mitte November 63 Fälle, nach 116 im gesamten Vorjahr.

CDU fordert spezielle Ausbildung

Die dreiste Tat in Groß-Leuthen erinnert vor allem an Vehlefanz, ein kleines Dorf im Kreis Oberhavel. Dort hatten Diebe eine Volksbank Anfang Juni in Schutt und Asche gelegt. Die Giebelwand der Bank war aufgerissen, überall Trümmer, das Gebäude war nach der Sprengung einsturzgefährdet. Über Gas hatten die Täter eine Explosion hervorgerufen.

Lakenmacher kritisiert unterdessen, dass mit dem Personalabbau in Brandenburgs Polizei die notwendigen Ermittlungskapazitäten fehlen. „Bisher konnten die Täter jedoch nicht ermittelt oder dingfest gemacht werden und wie wir seit gestern Nacht wissen, ist es auch nicht gelungen, die Gefahr neuerlicher Anschläge zu bannen“, sagt er. Darüber hinaus fordert er eine spezielle Kriminalistenausbildung, um erfolgreich gegen organisierte Banden vorgehen zu können.

Von MAZonline und dpa

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