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Brandenburg Banker-Brief: Woidke muss reagieren
Brandenburg Banker-Brief: Woidke muss reagieren
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19:28 02.07.2015
   Quelle: MAZ
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Potsdam

 Banker gehen eigentlich nur an die Öffentlichkeit, wenn Sie Gutes zu verkünden haben: eine erfolgreiche Bilanz oder eine gemeinnützige Spende. Über alles andere decken sie gern den Mantel des Schweigens. Kunden sind halt wie scheue Rehe – schnell verschreckt und weg.

 Insofern ist der Schritt der Volksbanker aus Lübben äußerst ungewöhnlich. In einem Brandbrief an den Ministerpräsidenten und seinen Innenminister klagen sie über um sich greifende Sprengungen von Geldautomaten, eine Null-Aufklärungsquote dieser Verbrechen und nicht zuletzt über die Angst von Mitarbeitern und Kunden. Sie fordern mehr Sicherheit. Sie fühlen sich im Stich gelassen von einer Sicherheitspolitik im Land, die viel verspricht und nur wenige Versprechen hält. Woidke und Schröter sollten das Signal ernst nehmen: Das Beispiel könnte Schule machen.

Gerade im ländlichen Raum stehen hier viel Vertrauen, aber auch Wirtschaftskraft auf dem Spiel. Denn die Banker sprechen zwar über ihr Geldinstitut, inzwischen sind aber durch die Überfälle auch Supermärkte, Fahrschulen, Blumenläden oder Bäckereien in Mitleidenschaft gezogen worden. Überall die bange Frage: Wann trifft es mich, meine Mitarbeiter, meinen Laden?

Jedem leuchtet ein, dass es Patentrezepte für 100prozentige Sicherheit vor Verbrechen nicht gibt. Vielleicht finden sich aber im Gespräch mit den Betroffenen vor Ort intelligente Lösungen, die man in Potsdam noch nicht sieht.

Von Thoralf Cleven

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