Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Brandenburg Barça klagt über Flughafen Schönefeld
Brandenburg Barça klagt über Flughafen Schönefeld
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
09:35 08.06.2015
Das Nachtflugverbot am Flughafen Schönefeld war wegen des Champions-League-Finales außer Kraft gesetzt. Quelle: dpa
Anzeige
Barcelona, Berlin

Etwa 5000 Fans des FC Barcelona haben nach Darstellung des Vereins im Anschluss an das Champions-League-Finale in Berlin bei der Abreise schwere Unannehmlichkeiten in Kauf nehmen müssen. Der Club beschwerte sich bei der Europäischen Fußball-Union (UEFA) darüber, dass die deutschen Behörden die Vereinbarungen nicht eingehalten hätten. Ein Flughafen-Sprecher wies die Vorwürfe als nicht gerechtfertigt zurück.

Fans des FC Barcelona feiern auf dem Berliner Breitscheidplatz den Sieg ihrer Mannschaft. Quelle: Paul Zinken

Verein: Zu wenige Busse auf dem Flughafen

Auf dem Flughafen Schönefeld hätten nur vier Busse zur Verfügung gestanden, die die Anhänger zu den Flugzeugen bringen sollten, heißt es in der am Sonntag veröffentlichten Klage. Dies sei völlig unzureichend gewesen und habe zu größeren Verspätungen geführt. Auf Klagen der vereinseigenen Reiseagentur FCB Viajes seien zusätzliche Busfahrer herangeschafft worden. Diese hätten sich aber auf dem Flughafen nicht genügend ausgekannt.

Flughafen: Maschinen korrekt abgefertigt

«Die Vorwürfe einer miserablen Organisation weisen wir strikt zurück», sagte Flughafen-Sprecher Lars Wagner am Sonntag der Deutschen Presse-Agentur. «Wir haben die Maschinen zwischen 0.30 und 6.00 Uhr abgefertigt und rausbekommen. Das waren die UEFA-Vorgaben und die haben wir auch erfüllt», betonte Wagner.

Ausnahmegenehmigung machen Nachtflüge möglich

Für diese Chartermaschinen sei extra eine Ausnahmegenehmigung vom Nachtflugverbot beantragt und erteilt worden. «Für die Abfertigung der vielen Maschinen wie gewünscht muss den Kollegen ein Lob ausgesprochen werden», sagte Wagner. Zudem hätten mindestens 25 Busse bereit gestanden, um die Fans zu den verschiedenen Flugzeugen zu bringen. «Zu keiner Zeit gab es nur vier Busse dafür. Ich weiß nicht, wer diese Zahl in die Welt gesetzt hat», sagte der Sprecher.

Wasserflaschen zu "Wucherpreisen"

Vonseiten des FC Barcelona hieß es weiter, das Ausstellungszentrum des Flughafens, von dem die Barça-Fans zu ihren Maschinen gebracht wurden, habe nicht die Mindeststandards erfüllt, die von einer Flughafen-Einrichtung erwartet würden. Darunter hätten auch behinderte Reisende zu leiden gehabt. Es habe zudem keine Lautsprecher-Durchsagen gegeben, und für Wasserflaschen seien Wucherpreise verlangt worden.

Zur Galerie
Barça-Trainer Luis Enrique wurde von seinen Spielern in die Luft geworfen.

Spanischer Reisekonzern: "Miserable Organisation" der Heimflüge

Eine weitere Beschwerde kam vom Reisekonzern Halcón Viajes. Die Firma hielt der UEFA eine «miserable Organisation» der Heimflüge von Barça-Fans vor. Bei der Heimreise der Anhänger des FC Barcelona habe es große Verspätungen und viel Verwirrung gegeben, beklagte das Unternehmen, das nach eigenen Angaben 19 Maschinen gechartert hatte. Die zugewiesenen Flughafen-Einrichtungen seien ungeeignet gewesen. Den Verantwortlichen auf dem Flughafen habe die nötige Erfahrung gefehlt. dpa

Mehr zum Thema

Ungläubig ging Marc-André ter Stegen über den Rasen. Während seine Teamkollegen des FC Barcelona schon ausgelassen mit ihren Fans feierten, genoss der Torhüter den Triumph zunächst allein und in aller Stille.

07.06.2015

Mit dem Henkelpott in den Händen tanzten die Champions-League-Helden des FC Barcelona auf dem Rasen des Olympiastadions in eine lange Party-Nacht in Berlin. Um 22.58 Uhr nahm der neue Königsklassen-Rekordspieler Xavi die Trophäe für den verdienten 3:1 (1:0)-Finalsieg über Juventus Turin in Empfang.

06.06.2015

Bei Lionel Messi verschwand das breite Grinsen gar nicht mehr aus dem Gesicht, Neymar versteckte seine müden Augen hinter einer Sonnenbrille und Altstar Xavi hielt den Henkelpokal ganz fest.

07.06.2015
Polizei Verkehrsunfallbilanz vom Wochenende in Brandenburg - Motorradfahrer stirbt bei Autocrash

Mehr Unfälle als gewöhnlich ereigneten sich an diesem ausflugsstarken Wochenende in Brandenburg. Auch ist ein Verkehrstoter zu beklagen. Ein 33 Jahre alter Motorradfahrer hat den Zusammenstoß mit einem Auto nicht überlebt.

08.06.2015
Brandenburg Heißester Tag des Jahres - kühleres Wetter folgt - Waldbrandgefahr steigt weiter

Die Sonne strahlt auf das ohnehin trockene Land: Erstmals in diesem Sommer wurden am Samstag in Brandenburg Höchstwerte gemessen. Aber die Hitze birgt auch Gefahr: Die Waldbrandgefahr in den Wäldern ist hoch, das Wasser der Flüsse sinkt, Getreide vertrocknet auf den Feldern.

07.06.2015
Brandenburg Schwere Zeiten für märkische Firmen: Viele unterhalten Beziehungen mit Osteuropa - Russland-Sanktionen werden zur Belastung

Der Riesenmarkt Russland ist im Moment ein schwieriges Terrain für Brandenburger Firmen. Durch die politische Krise wurden einige fast in die Pleite getrieben. Russland ist für Brandenburg mit Abstand das wichtigste Importland. In Schwedt (Uckermark) endet die Druschba-Pipeline.

10.06.2015
Anzeige