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Bargeldspenden werden unpopulär

Spenden zu Weihnachten Bargeldspenden werden unpopulär

Die Zeiten, in denen gemeinnützige Organisationen mit Klingelbüchsen von Haus zu Haus gingen, sind in Brandenburg ein Stück weit vorbei. Auch weil Bargeldeinzahlungen bei manchen Banken gebührenpflichtig sind, setzen die Helfer eher auf andere Lösungen.

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Geldspenden werden immer komplizierter.

Quelle: dpa

Potsdam. Bargeldspenden spielen für viele gemeinnützige Organisationen in Brandenburg immer weniger eine Rolle. Das hat eine Umfrage der Deutschen Presse-Agentur ergeben. „Haus- und Straßensammlungen führen wir kaum noch durch“, sagt Harald-Albert Swik vom Kreisverband des Deutschen Roten Kreuzes Fläming-Spreewald in Luckenwalde (Teltow-Fläming). Barspenden erhält auch das Diakonische Werk Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz kaum noch, wie Sprecherin Christiane Albrecht mitteilt.

Gebühren für Spenden

Geld kann regelrecht zum Problem werden: Insbesondere Kirchengemeinden haben Albrechts Angaben zufolge manchmal Schwierigkeiten, ihre Kollekten auf ein Konto einzuzahlen. „Bei einigen Banken wird eine Gebühr auf Bareinzahlungen und Kontoführungsgebühren erhoben“, moniert sie. Gerade im ländlichen Bereich hätten viele Kirchengemeinden mit der Bareinzahlung ein großes Problem. Oft auch, weil Bankschalter vor Ort fehlten.

„Auf unserer Webseite bieten wir aber das Lastschriftverfahren an“, sagt Albrecht. Der Verband unterstützte unter anderem die Obdachlosenarbeit in Berlin und Brandenburg. Dieses Jahr habe sie beispielsweise einen Fonds für „Wohnungslose und von Wohnungsnot bedrohte Menschen“ eingerichtet. Sachspenden wie warme Decken oder Kleidung seien für Obdachlose immer willkommen.

Spenden per Onlinezahlung

Zudem unterstütze das Diakonische Werk regelmäßig das Fest für Obdachlose von Sänger Frank Zander in Berlin, das auch viele Akteure aus Brandenburg auf den Plan rufe. Gemeinsam mit der Evangelischen Bank sei dafür eine Onlinezahlung per Kreditkarte oder Lastschrift eingeführt worden.

Ein Obdachlosenfest mit Frank Zander

Ein Obdachlosenfest mit Frank Zander.

Quelle: Björn Wagener

In Ostprignitz-Ruppin versucht die Sparkasse weiter, auch in der Fläche präsent zu bleiben, wie ein Sprecher in Neuruppin mitteilt. Außerdem würden für das Einzahlen von Spendengeldern durch Vereine und gemeinnützige Institutionen auf das eigene Konto keine Gebühren erhoben.

Geldspenden immer noch lieber als Sachspenden

Spendensammeln „mit der Dose“ oder an Haustüren sei keine Größe für den Verband, hieß es beim Roten Kreuz weiter. Man erhalte auch regelmäßig Sachspenden wie Bekleidung. Diese würden in den „Kleidertruhen“ des Verbands entgegengenommen. Andere Sachspenden wie Kinderspielzeug oder Drucker gingen sofort dorthin, wo sie benötigt werden. „Grundsätzlich sind uns aber Geldspenden lieber als Sachspenden, weil sie besser und zielgerichteter eingesetzt werden können“, sagte der Kreisverbandsvorsitzende.

Spendendosen werden unpopulär

Spendendosen werden unpopulär.

Quelle: dpa

Von den derzeit herrschenden Niedrigzinsen sind laut dem Sprecher der Sparkasse auch die Konten zahlreicher Hilfsorganisationen betroffen. Beispielsweise sei für Stiftungen ein Spezialfonds eingerichtet worden, der das Spannungsfeld zwischen Sicherheit, Kursschwankungen und Ertragskraft berücksichtige. Dabei werde das Stiftungskapital zum Teil in Aktien investiert, um Kapitalerträge zu ermöglichen.

„Außerdem betreiben wir eine Stiftergemeinschaft, unter deren Dach es möglich ist, mit geringem Aufwand eine Stiftung zu gründen“, sagt der Sprecher. Um diesen Stiftungsgründern auch in Zeiten niedriger Zinsen die Verwirklichung der satzungsgemäßen Zwecke zu ermöglichen, stelle die Sparkasse jährlich eine Spende zur Verfügung. Die Zinserträge würden dadurch aufgestockt, so dass die Kapitalerträge einer Verzinsung von immerhin drei Prozent entsprechen würden.

Von MAZonline

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