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Bauen in Brandenburg wird immer teurer

Berliner Umland besonders teuer Bauen in Brandenburg wird immer teurer

Wegen der verlockend niedrigen Zinsen hält der Bauboom in Brandenburg an. Und das, obwohl das Land Einwohner verliert. Die Preise steigen, im Berliner Umland sind Häuser im Schnitt doppelt so teuer wie auf dem Land. Doch Forscher warnen vor dem ungezügelten Bauboom.

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Mehrfamilienhäuser sind im Speckgürtel doppelt so teuer wie auf dem Land.

Quelle: dpa-Zentralbild

Potsdam. Häuslebauer in Brandenburg müssen immer tiefer in die Tasche greifen. Die Preise für Bauland und Immobilien zogen im vergangenen Jahr erneut kräftig an. Der Umsatz bei Immobiliengeschäften stieg 2014 um 24 Prozent – bei einer annähernd gleich gebliebenen Zahl von abgewickelten Kaufverträgen. Das geht aus dem Grundstücksmarktbericht hervor, der am Donnerstag in Potsdam vorgestellt werden soll.

Darf’s ein bisschen mehr sein? Dann ab in den Speckgürtel!

Ein freistehendes Zweifamilienhaus kostete im Schnitt 164 200 Euro und damit sieben Prozent mehr als 2013. Besonders stiegen die Preise im Berliner Umland, aber auch auf dem Land ist die Nachfrage nicht weniger rege. Allerdings sind dort im Vergleich zum Speckgürtel noch Schnäppchen zu haben. Für 100 800 Euro bekommt man dort im Schnitt ein Zweifamilienhaus, bei Berlin wird mehr als doppelt so viel fällig: 222 800 Euro. Dabei ist die teuerste Stadt Brandenburgs, die Landeshauptstadt Potsdam als absoluter Preistreiber in diesen Durchschnittswerten noch gar nicht mit eingerechnet.

Ackerlandpreise schnellen nach oben

Ein Trend, den Landwirte immer häufiger beklagen, wird in dem Bericht bestätigt: Die Scholle wird immer teurer. Beim Ackerland und Forstflächen zogen die Bodenpreise um bis zu 24 Prozent an. Bei der gewerblichen Nutzung von Bauland schnellten die Umsätze ebenfalls heftig nach oben. Sie verdoppelten sich teilweise.

Forscher warnen: Auf dem Land wird zu viel gebaut

Forscher des Instituts der deutschen Wirtschaft in Köln machen angesichts der regen Bautätigkeit vor einem bedenklichen Trend. Nicht zuletzt wegen der historisch niedrigen Zinsen bei Immobiliendarlehen werde momentan zum Teil völlig entgegen dem Bedarf gebaut, heißt es in einer aktuellen Studie: auf dem Land zu viel, in der Stadt zu wenig.

Ein markantes Beispiel für die Kölner Forscher ist das Havelland : 1068 neue Wohnungen und Häuser entstanden dort vergangenes Jahr. Das sind 150 Prozent mehr als man eigentlich bräuchte, wenn man den Bedarf, etwa durch Ersatzinvestitionen, in den kommenden 15 Jahren berücksichtige. In Ostprignitz-Ruppin beträgt der Überschuss an neuem Wohnraum 85 Prozent, im stetig wachsenden Potsdam dagegen besteht ein Defizit von 3 Prozent. Hier müsste also eigentlich noch mehr gebaut werden.

Mehr zum Grundstücksmarkbericht in der Freitagsausgabe der MAZ

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Von Torsten Gellner

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