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Brandenburg Bauern wollen wolfsfreie Zonen in Brandenburg
Brandenburg Bauern wollen wolfsfreie Zonen in Brandenburg
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15:00 06.03.2018
Fotografiert durch ein Fernrohr: Wolf im Wildpark Eekholt bei Großenaspe (Schleswig-Holstein). Quelle: dpa
Groß Kreutz

Für Brandenburgs Bauernbund ist das Wolfsmanagement des Landes gescheitert, deshalb will er weiter Widerstand leisten. Das Wolfsmonitoring sei fehlerhaft, die Wolfsverordnung wirkungslos, sagte sein Präsident Marco Hintze am Mittwoch auf seinem Hof in Groß Kreutz (Potsdam-Mittelmark). Überall dort, wo Menschen und Weidetiere seien, müssten Wölfe konsequent gejagt werden.

Bauernbund: „Zeit des Verhandelns ist vorbei“

Hintze zufolge führt die Ausbreitung der Wölfe zu einem Rückgang der ökologischen Weidehaltung. „Die Zeit des Verhandelns ist vorbei.“ Der Bauernbund verlange, große Teile Brandenburgs zur wolfsfreien Zone zu erklären.

Wolfsverordnung: Abschuss als letztes Mittel

Die erste Wolfsverordnung war Ende 2017 unterzeichnet worden. Sie erlaubt als letztes Mittel den Abschuss, wenn andere Maßnahmen wie Verscheuchen oder Schutzzäune erfolglos bleiben beziehungsweise das Tier aggressiv ist oder dem Menschen zu nahe kommt. Auch wenn Wölfe zum zweiten Mal auf eine Weide eindringen und Schafe oder Rinder reißen, dürfen sie getötet werden - jedoch nur, wenn die Weide ausreichend geschützt war.

In Brandenburg leben die meisten Wölfe

Geregelt wird auch der Umgang mit den Tieren sowie der Schutz von Menschen, speziell Nutztierhaltern. Laut Bundesnaturschutzgesetz ist der Wolf geschützt und darf nur im Ausnahmefall geschossen werden. Das Land hat derzeit mit 22 Rudeln, zwei Paaren und zwei Einzelgängern bundesweit die meisten Wölfe.

Neue Mahnfeuer am 9. März in ganz Brandenburg

Vom 9. März an würden an mindestens 15 Standorten in Brandenburg und Berlin Mahnfeuer organisiert, kündigte der Bauernbund an. Im Frühjahr will er Vorschläge zur Lösung der Problematik vorlegen. Dem Bauernbund gehören vor allem in den neuen Bundesländern landwirtschaftliche Familienbetriebe an.

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Von Gudrun Janicke

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