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Brandenburg Beerdigung künftig auch in Mausoleen möglich
Brandenburg Beerdigung künftig auch in Mausoleen möglich
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00:34 20.04.2018
Südwestfriedhof Stahnsdorf: In Mausoleen soll künftig eine Beisetzung möglich sein. Quelle: Bernd Gartenschläger
Potsdam

In Brandenburg soll es künftig möglich sein, Verstorbene auch in historischen Grabstätten und Mausoleen beizusetzen. Das sieht der Entwurf zur Änderung des Bestattungsgesetzes vor, das am kommenden Donnerstag im Landtag erstmals beraten wird. Vor allem Träger historischer Friedhöfe wie des Südwestkirchhofs in Stahnsdorf (Potsdam-Mittelmark) hatten sich für diese Bestattungsart eingesetzt. Bisher ist eine oberirdische Bestattung in Mausoleen nicht erlaubt. Mit der neuen Regelung sollen Friedhofsträger auch von finanziellen Aufwendungen für den aus Denkmalschutzgründen nötigen Erhalt der Grabgebäude entlastet werden. Klargestellt wird auch, dass ein Sargerfordernis bei einer Erdbestattung nicht besteht. Künftig soll es Mausoleumspatenschaften geben. Unterstützern wird die Möglichkeit eingeräumt, selbst in diesen von ihnen gepflegten Mausoleen bestattet werden zu können. Neu ist, dass Bestattungen auch in sogenannten Urnenwänden (Kolumbarien) angeboten werden können.

Gesetzlich klar geregelt wird auch der Umgang mit Totenasche. Bislang musste die Asche vollständig in die Urne aufgenommen und beigesetzt werden. Verstöße dagegen häuften sich, hieß es, weil Angehörige sich aus Teilen der Totenasche Erinnerungsgegenstände wie Diamanten herstellen ließen. Das ist nun gestattet. „Die Entnahme einer geringfügigen Menge der Totenasche ist zulässig, wenn dies dem schriftlich verfügten Wunsch der verstorbenen Person entspricht und der Verwendungszweck dem sittlichen Empfinden der Allgemeinheit nicht widerspricht“, heißt es in dem Gesetz.

Kritik am Entwurf kommt von der evangelischen Kirche und vom Erzbistum Berlin, die die Entnahme von Totenasche ablehnen. Auch fordern sie eine Bestattung für alle Fehl- und Totgeborenen – unabhängig von deren Gewicht. Der Gesetzentwurf des Innenministeriums sieht dies nur bei einem Gewicht von mehr als 500 Gramm vor.

Von Igor Göldner

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