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Berliner Zoo trauert um Orang-Utan „Enche“

Bekanntes Affen-Männchen ist eingeschläfert worden Berliner Zoo trauert um Orang-Utan „Enche“

Große Trauer im Berliner Zoo: Der 27-jährige Orang-Utan „Enche“ aus dem Berliner Zoo ist eingeschläfert worden. Der Affe konnte wegen einer Lungenentzündung zuletzt drei Tage nicht essen. Zoobesucher und Tierpfleger trauern um das beliebte Tier, das für viele auch ein Aushängeschild des Zoos war.

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Das Orang-Utan-Männchen „Enche“
 

Quelle: Zoo Berlin

Berlin. Der Orang-Utan namens „Enche“ aus dem Berliner Zoo ist eingeschläfert worden. Der 27-jährige Affe litt unter anderem an einer chronischen Lungenentzündung. Sein Zustand hatte sich in den letzten Tagen dramatisch verschlechtert: Das Atmen fiel ihm immer schwerer und er nahm keine Nahrung mehr zu sich, erklärte eine Sprecherin des Zoos am Dienstag.

Die Tierärzte erlösten Enche am Montagmorgen von seinem Leiden. Auf der Facebookseite des Zoos wurde die Nachricht viel kommentiert und geteilt. „Ist zwar traurig, aber sicherlich eine richtige Entscheidung“, schrieb eine Nutzerin. Sie werde den „Zottel“ vermissen. 

Vee Andrea meint auf Facebook: „18 Jahre lang in Berlin ein markantes Gesicht. Ein imposantes Tier. Diese Entscheidung war sicher eine sehr schwere. Aber was nicht mehr geht, geht eben nicht. Verantwortung (und Liebe) heißt eben leider auch, gehen zu lassen.“ Treue Zoobesucher richten dem Zoo-Team ihr Beileid aus. Einer von ihnen hat Enche erst am Freitag noch gesehen.

In letzter Zeit hatte sich der Allgemeinzustand des Orang-Utans gravierend verschlechtert, so dass erneute Untersuchungen notwendig wurden, teilte der Zoo auf seiner Homepage mit. Enche wurde in der Kleintierklinik der Freien Universität computertomographisch untersucht und unter anderem mit Antibiotika und Kortison behandelt - leider ohne Erfolg. Die Lunge des Orang-Utans wurde durch die Erreger so massiv geschädigt, dass er nicht mehr normal atmen konnte.

Enche ist den Mitarbeitern im Zoo sehr ans Herz gewachsen

„Der Verlust von Enche trifft uns alle schwer“, sagte Zoodirektor Andreas Knieriem. „Wir haben alles Erdenkliche getan, um dem Tier zu helfen. Leider konnten wir dieses Mal nicht siegen.“ Der alte Orang-Utan sei den Mitarbeitern, Tierpflegern und Besuchern über die Jahre sehr ans Herz gewachsen. Im Zoo gibt es noch sechs Orang-Utans: Orang-Damen Mücke (26), Djasinga (13) sowie Satu (10) sowie Orang Utan-Mann Manu (39) mit Bini (35) und deren Sohn Bulan (2009).

Ein gebürtiger Heidelberger

Enche wurde 1989 im Heidelberger Zoo geboren und zog im Jahr 1998 in die Hauptstadt. Im Jahr 2015 wurde der Orang-Utan Vater des Orang-Utan-Mädchens Rieke, das mittlerweile im englischen Dorset lebt.

Schon kurz nach seinem Umzug nach Berlin wurde festgestellt, dass Enche an einer unter Orang-Utans vermehrt auftretenden Kehlsackentzündung (Aerosacculitis) leidet. Der Kehlsack liegt unter dem Kinn, reicht bis in den Arm- und Achselbereich des Tieres und dient der Lautäußerung. Beim Brüllen des Tieres füllt er sich mit mehreren Litern Luft. Die Krankheit gilt als unheilbar, da sich immer wieder neue Erreger in den zum Atemsystem gehörenden Organen bilden können und dort ausbreiten.

Durch eine Operation und Einsatz einer Dauerfistel im Jahr 2005 lebte Enche viele Jahre beschwerdefrei. Bei einer Dauerfistel handelt es sich um ein Loch im Kehlsack, durch das Sekret abfließen kann und das der besseren Belüftung des infizierten Organs dient

Von MAZonline

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