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Bekommt die Brandenburger Polizei Bodycams?

Sicherheit Bekommt die Brandenburger Polizei Bodycams?

In Hessen werden sie bei der Polizei schon eingesetzt – die Erfahrungen sind gut. Nun könnte auch bald die Brandenburger Polizei mit sogenannten Bodycams ausgerüstet werden. Der Innenminister verspricht sich davon vor allem eines und hat erst einmal eine Arbeitsgruppe ins Leben gerufen.

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Quelle: dpa

Potsdam. Brandenburg will in Zukunft seine Polizisten zur Eigensicherung mit Körperkameras ausrüsten. Das Polizeipräsidium solle die entsprechenden Schritte prüfen, sagte Innenminister Karl-Heinz Schröter (SPD) am Donnerstag im Innenausschuss des Landtags. „Ich halte Bodycams für eine gut geeignete Möglichkeit, Aggressionen gegenüber Polizisten zu reduzieren“, betonte er. Es sei daher eine Arbeitsgruppe eingesetzt worden, entsprechende Probleme auch mit der Datenschutzbeauftragten zu klären. Schröter rechnet damit, dass erste Resultate der Vorprüfungen noch in diesem Jahr vorliegen. Danach soll eine Pilotphase eingeläutet werden.

Schröter hat die Idee aus der vergangenen Innenministerkonferenz mitgenommen. Die wachsende Gewalt gegen Polizeibeamte treibe ihn um. Erfahrungen aus Hessen hätten gezeigt, dass die Angriffe gegen Beamte seit dem Einsatz von Bodycams zurückgegangen seien.

Polizisten werden immer häufiger angegriffen

Laut einer dpa-Umfrage werden Polizisten in Brandenburg immer häufiger Opfer von Angriffen und gewalttätigen Auseinandersetzungen. So wurden im vergangenen Jahr mit 1151 Angriffen auf die Ordnungshüter fast 100 mehr registriert als noch im Jahr davor, wie es von der Polizeigewerkschaft GdP heißt. „Durchschnittlich werden in Brandenburg täglich drei Polizeivollzugsbeamte angegriffen“, erklärt der GdP-Landesvorsitzende Andreas Schuster. „Sie werden beleidigt, bespuckt, getreten und geschlagen. Dies ist nicht länger hinnehmbar.“

Zwar sei 2015 glücklicherweise kein Polizist im Dienst getötet worden, dafür erschrecke die steigende Zahl an Fällen von Widerstandshandlungen. 737 waren es laut Lagebild zur Gewalt gegen Polizeivollzugsbeamte 2015. „Am häufigsten werden Kollegen im täglichen Streifendienst angegriffen“, sagt Schuster über die Probleme bei Festnahmen oder der Kontrolle von Ausweisen.

Auch bei der Bundespolizei werden mehr verletzte Beamte beklagt. Ihre Zahl stieg 2015 im Vergleich zum Vorjahr leicht um 5 auf 32 an, heißt es von der Pressestelle in Berlin. „Brennpunkte für Widerstandshandlungen sind die großen Berliner Verkehrsknotenpunkte“, sagt ein Sprecher. Er verweist darauf, dass Beamte aus Brandenburg häufig in der Bundeshauptstadt eingesetzt werden. Brandenburger Bahnhöfe spielten hingegen nur am Rande eine Rolle.

Von dpa

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