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Berlin feiert den CSD trotz Trauer in München

38. Christopher Street Day 2016 Berlin feiert den CSD trotz Trauer in München

Ausgelassene Stimmung und zufriedene Veranstalter: Die Parade am Christopher Street Day zieht am Sonnabend wie geplant durch Berlin. Von Verunsicherung durch den Amoklauf in München keine Spur. Hunderttausende Menschen feiern.

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CSD in Berlin.

Quelle: Julian Stähle

Berlin. Einen Tag nach dem Amoklauf von München haben in Berlin Hunderttausende friedlich den Christopher Street Day (CSD) gefeiert. Die bunte Parade zog am Samstag unter dem Motto «Danke für nix» durch die City. Die Polizei war mit rund 500 Beamten im Einsatz.

CSD-Besucher niedergeschlagen und getreten

Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller (SPD) sagte zum Auftakt, Intoleranz und Diskriminierung dürfe kein Raum gegeben werden. Die Veranstalter rechneten wie im Vorjahr mit 750 000 Besuchern. Die Demonstration für gleiche Rechte aller Menschen sollte mit einer Kundgebung am Brandenburger Tor zu Ende gehen.

500 Polizisten sicherten den CSD ab

500 Polizisten sicherten den CSD ab.

Quelle: dpa

«Wir gemeinsam müssen uns dafür engagieren, dass diese Stadt und dass unser Zusammenleben wirklich ein offenes, tolerantes und freies Zusammenleben ist», betonte Müller. Dafür könne jeder jeden Tag etwas tun. Der SPD-Politiker lobte die Fortschritte, die Homosexuelle in den letzten Jahren erkämpft hätten. Doch der CSD erinnere auch daran, dass noch sehr viel zu tun sei. «Der CSD fordert zurecht ein, dass wir uns gemeinsam engagieren gegen Diskriminierung, Intoleranz, gewalttätige Übergriffe, gegen Homophobie und Transphobie.»

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Berlin, 23. Juli 2016 – Berlin feiert trotz des Amoklaufs am Vortag in München den Christopher Street Day (CSD) mit einer großen Parade. Hunderttausende Menschen aus aller Welt ziehen laut und bunt durch Berlin.

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Von Verunsicherung durch den Anschlag in München war nichts zu spüren. «Ich habe eher weniger Angst», sagte CSD-Besucher Holger Wedeking (41). «Klar macht man sich Gedanken, aber ich will mir von diesen schlimmen Ereignissen nicht die Lebensfreude nehmen lassen.» Ein anderer Besucher sagte, gerade in solchen Zeiten sei es wichtig, Flagge zu zeigen.

Der Grünen-Bundestagsabgeordnete Volker Beck forderte in einer Mitteilung gleiche Rechte und gleiche Würde als ethisches Minimum von jedem demokratischen Politiker.

Laut Polizei war die Berliner Demonstration «sehr friedlich». «Wir wissen von keinen größeren Zwischenfällen», sagte ein Sprecher. Auch die Veranstalter zeigten sich mit dem bisherigen Verlauf zufrieden. «Alles läuft super», so eine Sprecherin.

Die CSD-Parade war am Mittag am Kurfürstendamm gestartet. Mehr als 50 geschmückte Wagen waren dabei. Viele Teilnehmer in schrillen Kostümen tanzten und liefen in dem lauten Zug mit. Zum Finale sollten auch Culcha Candela und Benjamin Boyce (Ex-Caught In The Act) am Brandenburger Tor auftreten.

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Von Saskia Gerhard

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