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Berlin trauert mit London

Brandenburger Tor in blau-weiß-rot illuminiert Berlin trauert mit London

Der Terroranschlag in London löst auch in der Bundeshauptstadt tiefe Betroffenheit aus. Neben dem Mitgefühl mit den Londonern fühlten sich viele Berliner auch an den Anschlag vom Breitscheidplatz erinnert. Am Abend wurde das Brandenburger Tor in den britischen Nationalfarben angestrahlt. Am Sonnabend gibt es einen Gedenkgottesdienst in Potsdam.

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Eine Blume am Absperrband der Polizei vor dem Queen Elizabeth II Centre in London.

Quelle: dpa

Potsdam, Berlin. Nach dem Terroranschlag in London haben die Berliner am Donnerstag ihr Mitgefühl für die Briten gezeigt. Am Abend wurde das Brandenburger Tor in den britischen Farben angestrahlt. Zahlreiche Menschen bekundeten ihr Beileid. Berlins Bürgermeister Michael Müller (SPD) sprach dem Londoner Stadtoberhaupt Sadiq Aman Khan tiefes Mitgefühl und Solidarität aus.

„Berlin fühlt mit den Opfern und den Angehörigen.“

„Wir stehen zusammen gegen Intoleranz und Hass“, übermittelte Müller seinem Amtskollegen, der am Sonntag zu einem Besuch in der Bundeshauptstadt erwartet wird. „Berlin fühlt mit den Opfern und den Angehörigen.“ Nur wenige Monate nach dem schrecklichen Anschlag auf einen Berliner Weihnachtsmarkt mit zwölf Toten seien jetzt in London wegen eines feigen Anschlags wieder Menschen gestorben und verletzt worden, hieß es in der Mitteilung. Auch die Berliner Polizei wandte sich an ihr Londoner Gegenstück, die Metropolitan Police. „Unsere Gedanken sind bei euch und euren Familien“, schrieben die Beamten auf Englisch auf Twitter.

Britische Botschafter bedankt sich für das Mitgefühl

Das Berliner Abgeordnetenhaus hat mit einer Schweigeminute der Terroropfer in der Partnerstadt London gedacht. „Unsere Gedanken sind bei den Opfern und ihren Familien, unsere Gedanken sind bei unseren britischen Freunden“, sagte Parlamentspräsident Ralf Wieland am Donnerstag. In der britischen Botschaft blieben die Fahnen am Donnerstag auf halbmast. Neben offiziellen Beileidsbekundungen seien auch viele Emails und Anrufe von Bürgern eingegangen, sagte eine Sprecherin. Auch ein Kondolenzbuch lag aus.

Der britische Botschafter Sir Sebastian Wood bedankte sich für das Mitgefühl. „Meinen aufrichtigen Dank für die Anteilnahme unserer deutschen Freunde und Partner zu dem Attentat in Westminster“, teilte der Diplomat mit. Die schrecklichen Vorfälle zeigten, wie wichtig die gemeinsame Bekämpfung des Terrorismus bleibe, hieß es weiter.

Der Anschlag wecke Erinnerungen an das Attentat auf einen Berliner Weihnachtsmarkt im Dezember. Wieland unterstrich, dass sich der Terror gegen alle Demokratien in Europa richte. Daher müsse der Kontinent zusammenstehen und seine Werte gemeinsam verteidigen.

Berlin und London sind auch über eine Städtepartnerschaft verbunden. Sie wurde im Oktober 2000 begründet.

Auch in Potsdam wird der Opfer des Terroranschlags gedacht. Die Pfarrerin der Nagelkreuzkapelle, Cornelia Radeke-Engst, lädt zum kommenden Gottesdienst (Sonnabend, 25. März, 18 Uhr, Breite Straße 7) alle Potsdamer ein, gemeinsam für die Menschen zu beten, die Gewalt und Terror erleben mussten. Das teilte die Pfarrerin am Donnerstag mit.

Im Londoner Regierungsviertel waren am Mittwoch vier Menschen getötet worden. Mehr als 40 Menschen wurden verletzt, darunter auch ein Deutscher. Britische Behörden gehen von einer islamistisch motivierten Tat aus.

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Von MAZonline

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