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Berliner Zoo: Richtfest für neue Panda-Anlage

Endspurt für neues Bärengehege Berliner Zoo: Richtfest für neue Panda-Anlage

Die roten Lampions als Anspielung auf China hängen schon, nun feierte der Berliner Zoo das Richtfest für sein neues Panda-Gehege. Vor allem der Verbindungstunnel zwischen den zwei getrennten Außenanlagen für das Panda-Pärchen soll seinem Name alle Ehre machen. Die Bewohner werden schon bald erwartet.

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Zoodirektor Andreas Knieriem, Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller (SPD), Chinas Botschafter in Deutschland, Shi Mingde, und der Zoo-Aufsichtsratsvorsitzende Frank Bruckmann (v.l.) am Dienstag in Berlin beim Richtfest

Quelle: Maurizio Gambarini/dpa

Berlin. Das künftige Zuhause für ein Panda-Pärchen aus China nimmt in Berlin Form an. Die roten Lampions als Anspielung auf China hängen schon: Das Richtfest für das Neun-Millionen-Euro-Projekt hat der Berliner Zoo am Dienstag gefeiert. Den Angaben zufolge liegen die Arbeiten „exakt im Zeitplan“. Die beiden Tiere sollen in diesem Sommer als Leihgabe Chinas auf der mehr als 5000 Quadratmeter großen Anlage einziehen.

Die Anlage werde ein „gutes neues Zuhause“ für die Tiere werden, sagte Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller (SPD). Er betonte, es gehe um deren Schutz und Erhalt - und begrüßte die Leihgabe als Zeichen deutsch-chinesischer Freundschaft. Der chinesische Botschafter in Berlin, Shi Mingde, sagte, China habe hohe Anforderungen gestellt, da Pandas besondere Tiere seien. Man werde sich gemeinsam bemühen, das Pärchen rechtzeitig nach Berlin zu holen. Aktuell gibt es in keinem anderen deutschen Zoos Exemplare der gefährdeten Tiere.

Der Richtkranz wurde am Dienstag in Berlin beim Richtfest auf der Baustelle der neuen Panda-Anlage im Berliner Zoo von einem Bauarbeiter vorbereitet

Der Richtkranz wurde am Dienstag in Berlin beim Richtfest auf der Baustelle der neuen Panda-Anlage im Berliner Zoo von einem Bauarbeiter vorbereitet.

Quelle: Maurizio Gambarini/dpa

Neben einem Panda-Haus und einem Besucherpavillon entstehen zwei getrennte Außenanlagen auf dem ehemaligen Hirsch-Gehege des Zoos. Auch im Gehege sollen sich die Pandas dank Bambus, Gestein und Wasserläufen wie in ihrer Heimat fühlen. Damit sich die Tiere beschäftigen können, sind ein Kletterparcours und andere Spielmöglichkeiten geplant.

Pandas sind Einzelgänger. Das Paar soll sich aber durch einen Verbindungstunnel begegnen können und möglichst Nachwuchs bekommen. Die Baufortschritte und alle anderen Neuigkeiten rund um die baldigen Berliner Pandabären dokumentiert der Zoo auf einem eigenen Blog.

Angela Merkel brachte Verhandlungen mit China 2015 in Gang

2015 hatte Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) am Rande eines Chinabesuchs Verhandlungen über neue Pandas für den Zoo angestoßen. Vom Sommer an soll das Pärchen als Leihgabe für 15 Jahre bleiben. Noch sind die Papiere allerdings nicht unterschrieben. Bislang gibt es keine offiziellen Angaben zu der Summe, die der Zoo im Gegenzug für die Leihgabe zugunsten chinesischer Panda-Projekte bezahlt.

Dieses Archivfoto vom 25

Dieses Archivfoto vom 25. März 2004 zeigt das letzte Panda-Bärchen des Berliner Zoos: Das Gesicht zwischen den Pfoten verborgen, sitzt die Panda-Bärin Yan Yan im Zoologischen Garten in Berlin auf einem Stapel Birkenholz, während das Panda-Männchen Bao Bao sie aus seinem abgeschirmten Gehege beobachtet. Mittlerweile sind beide Pandas gestorben.

Quelle: Stephanie Pilick/dpa

Im Berliner Zoo gibt es schon länger keine Großen Pandas mehr: Yan Yan („Die Schöne“) starb 2007, ihr Partner Bao Bao („Schätzchen“) im Jahr 2012. Versuche, die beiden zu Eltern zu machen, waren mehrfach gescheitert. „Man kann sich als Panda in Berlin wohlfühlen“, sagte Müller in Anspielung auf den langjährigen Publikumsliebling Bao Bao.

Große Pandas zählen nach Angaben der Umweltstiftung WWF zu den bedrohtesten Tierarten der Welt. Bei der jüngsten Zählung 2015 gab es demnach in den Bergregionen im Südwesten Chinas noch rund 1860 Exemplare - ein Drittel von ihnen außerhalb von Schutzgebieten.

Von dpa

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