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Besetzung des Kraftwerks: Kein legitimes Mittel

Kohleprotest in der Lausitz Besetzung des Kraftwerks: Kein legitimes Mittel

Umweltaktivisten haben am langen Pfingstwochenende den Energieriesen Vattenfall in Bedrängnis gebracht. Sie blockierten unter anderem das Braunkohlekraftwerk bei Cottbus – und tanzten dem Energieriesen auf der Nase herum. MAZ-Redakteur Torsten Gellner sieht das kritisch. Ein Kommentar.

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Umweltaktivisten haben die Kohleversorgung durch Besetzung gestoppt.

Quelle: imago stock&people

Welzow. Es hatte schon etwas Ironisches: Wenn es stimmt, was der Energiekonzern Vattenfall zu der Besetzung des Kraftwerks Schwarze Pumpe mitteilt, dann war es nur der günstigen Wetterlage zu verdanken, dass in der Region nicht die Lichter ausgegangen sind. Es war windig, die Sonne schien, Solar- und Windenergie konnten so die gedrosselte Kraftwerksleistung ausgleichen. Die Erneuerbaren bewahren die Region vor einem Blackout, der von radikalen Kohlegegnern provoziert worden war.

Rangeleien zwischen Sicherheitspersonal und Besetzern

Das heiße Protestwochenende in der Lausitz ist so einigermaßen friedlich zu Ende gegangen. Es gab ein paar Rangeleien zwischen Sicherheitspersonal und Besetzern, aber solche Szenen, wie sie es vergangenes Jahr bei der Besetzung des Kohlereviers Garzweiler gab, blieben glücklicherweise aus. Damals jagte die Polizei Demonstranten mit Hubschraubern durch den Tagebau. Es gab Hunderte Strafanzeigen und mehrere Dutzend Verletzte auf beiden Seiten.

Besetzung war nicht legitim

In Brandenburg hielten sich sowohl Hausherr Vattenfall als auch die Polizei zurück, um solche Bilder zu vermeiden. Das heißt nicht, dass die Besetzung des Kraftwerks legitim gewesen wäre. Sie war es nicht. Auch nicht, wenn man sie als geheiligtes Mittel zur Durchsetzung der Energiewende verklärt. Was, wenn die Energieversorgung in die Knie gegangen wäre? Die Radikalen hätten so ihrem Anliegen einen Bärendienst erwiesen – und sicher keine Akzeptanz geschaffen.

Von Torsten Gellner

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