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Brandenburg Betäubte Silvio S. seine Opfer mit Chloroform?
Brandenburg Betäubte Silvio S. seine Opfer mit Chloroform?
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13:37 05.11.2015
Hunderte Trauernde versammelten sich auf dem Landschaftsfriedhof Gatow in Berlin um den Sarg des getöteten Flüchtlingsjungen Mohamed. Quelle: dpa
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Potsdam/Berlin

Einige hundert Menschen haben in Berlin Abschied von dem ermordeten Flüchtlingsjungen Mohamed genommen. Rund 350 Trauernde versammelten sich am Donnerstagvormittag auf dem Landschaftsfriedhof Gatow im äußeren Westen der Hauptstadt. Zunächst wurde die Leiche des Vierjährigen, bedeckt von einem grünen Tuch, zu einem Gebetsstein getragen. Dort wurde das traditionelle Totengebet nach islamischen Ritus für ihn gehalten. Anschließend ging der Trauerzug, der überwiegend aus Männern bestand, zu einem offenen Grab im muslimischen Teil des Friedhofs. Eingehüllt in ein weißes Grabtuch wurde der Junge beerdigt. Auf das Grab legten die Menschen Blumen.

Mohamed wird nach muslimischer Tradition beigesetzt

Traditionell werden Muslime meistens ohne Sarg bestattet. Die Gräber sollen so ausgerichtet sein, dass der Tote auf der rechten Seite liegend nach Mekka blickt. Der Friedhof in Gatow wurde ausgesucht, weil dort Beerdigungen ohne Sarg möglich sind. Das gilt nicht für alle muslimischen Friedhöfe in Berlin.

Trauernde legten am Grab von Mohamed Blumen und Kuscheltiere nieder. Quelle: dpa

Der vierjährige Mohamed war am 1. Oktober vom Gelände des Berliner Landesamtes für Gesundheit und Soziales (Lageso) entführt und einen Tag später im brandenburgischen Kaltenborn erdrosselt worden. Der 32-jährige Silvio S. aus dem kleinen Dorf Kaltenborn (Teltow-Fläming) gestand die Tat. Später gab er zu, auch den seit Juli in Potsdam vermissten Elias (6) umgebracht zu haben.

Wann Elias beerdigt wird, ist noch unklar

Wann Elias beerdigt wird, steht noch nicht fest. Der Erstklässler verschwand am späten Nachmittag des 8. Juli spurlos. Hunderte Menschen suchten wochenlang vergeblich nach dem Jungen, bis zum Ende Oktober die schreckliche Nachricht kam: Elias ist tot.

Hunderte Menschen gedachten in dieser Woche dem ermordeten Elias

Erst am Dienstagabend hatten sich im Potsdamer Stadtteil Schlaatz einige Hunderte Menschen versammelt, um Abschied von Elias zu nehmen.
Oberbürgermeister Jann Jakobs (SPD) hielt eine emotionale Rede. Nach der Gedenkeier staute sich im Bürgerhaus eine meterlange Schlange vor dem Kondolenzbuch für Elias, das noch die ganze Woche über ausgelegt sein wird.

Mutmaßlicher Mörder benutzte Chloroform

Inzwischen wurde bekannt, dass der mutmaßliche Mörder Chloroform zur Betäubung von Mohamed einsetzte. Der Anwalt des 32-Jährigen, Mathias Noll, sagte, das habe sein Mandant in der Vernehmung bei der Polizei gestanden. Zuerst hatten „Bild“ und „BZ“ darüber berichtet. Der Gebrauch eines Betäubungsmittels könnte darauf hindeuten, dass der Täter sein Vorgehen konkret plante. Nach der Feier staute sich im Bürgerhaus eine meterlange Schlange vor dem Kondolenzbuch für Elias, das noch die ganze Woche über ausgelegt sein wird.

Am Bürgerhaus im Schlaatz wurde den toten Kindern Mohamed und Elias gedacht. Quelle: Julian Stähle

Inga: Ermittler prüfen mögliches Alibi

Unterdessen prüft die Polizei in Sachsen-Anhalt, ob der mutmaßliche Mörder von Mohamed und Elias ein Alibi für die Zeit des Verschwindens der kleinen Inga hat. Die Ermittlungen dazu seien noch nicht abgeschlossen, teilte die Magdeburger Polizei mit. Die „Berliner Zeitung“ hatte zuvor berichtet, dass der Kindsmörder ein Alibi haben soll. Die fünfjährige Inga aus Schönebeck war Anfang Mai im Alter von fünf Jahren in einem Wald bei Stendal verschwunden. Der Tatverdächtige hatte gestanden, Mohamed (4) aus Berlin und Elias (6) aus Potsdam getötet zu haben. Bisher gibt es laut Polizei keinen Hinweis auf einen Zusammenhang mit Inga.

Die fünf Jahre alte Inga wird seit Anfang Mai vermisst. Bisher gibt es laut Polizei keinen Hinweis auf einen Zusammenhang mit den Morden an Elias und Mohamed. Quelle: Polizei Stendal

Von MAZonline

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