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Bierbotschafter Axel Schulz: Darf der das?

Grüne haben Fragen Bierbotschafter Axel Schulz: Darf der das?

Der neue Bierbotschafter Axel Schulz hat sich nach eigenen Angaben für das Amt qualifiziert, weil sein Hobby Biertrinken sei. Das hat nun den Argwohn der Brandenburger Grünen geweckt. Ist Bierwerbung durch das Land vereinbar mit dem Kampf gegen Alkoholsucht? Die Staatskanzlei verteidigt sich ganz nüchtern – mit einem grünen Kronzeugen.

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Axel Schulz ist Bierbotschafter Brandenburgs.

Quelle: Gartenschläger, Stähle

Potsdam. Die Grünen im Brandenburger Landtag sehen die Arbeit des neuen märkischen Bierbotschafters – Ex-Boxer Axel Schulz – kritisch. Der Abgeordnete Michael Jungclaus hegte in einer mündlichen Anfrage Zweifel, ob die Werbung des „Hobbytrinkers“ für den Genuss märkischer Biere vereinbar sei mit dem Kampf gegen Alkoholismus. Schulz hatte erklärt, er qualifiziere sich für das Amt durch sein Hobby Biertrinken. „Axel Schulz‘ Bemerkung ist meines Erachtens keine Aufforderung zu übermäßigem Alkoholgenuss, genauso wie die Aussage Ihres grünen Ministerpräsidenten, dass er gern Bier trinke“, antwortete Staatskanzleichef Thomas Kralinski (SPD) nun ganz nüchtern.

Grüner wird Bierbotschafter Deutschlands

Er erinnerte daran, dass der baden-württembergische Ministerpräsident Kretschmann zum heutigen Tag des Bieres zum „Bierbotschafter des Deutschen Brauerbunds ernannt werde. „Ich finde, dass steht dem Ministerpräsidenten eines Landes mit einer Brauerei im Staatsbesitz gut an.“

Jungclaus stellte außerdem infrage, ob es statthaft sei, dass auf einem Foto ein Kind mit dem Gürtel des Bierbotschafters posiert habe. Bei der fraglichen Aufnahme, so Kralinski, handele es sich um ein Erinnerungsfoto eines Potsdamer Braumeisters. „Dieser Braumeister und seine Familie leben von diesem Beruf und dem Foto ist deutlich anzusehen, dass sie stolz darauf sind“, so Kralinski. Er sei übrigens ein Bio-Braumeister. Vielleicht habe deswegen die Grüne Spitzenkandidatin Annalena Baerbock sich in eben dieser Braustube im Januar zur Wahlkreiskandidatin küren lassen. „Auch viele Kinder von der grünen Basis sollen dabei in der Kneipe rumgeturnt sein“, so Kralinski, der forderte: „Lassen wir die Kirche im Dorf.“

Von Torsten Gellner

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