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Brandenburg Bilanz des Sturm-Samstags in Brandenburg
Brandenburg Bilanz des Sturm-Samstags in Brandenburg
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17:57 19.03.2017
Zerstörtes Wohnmobil in Oranienburg. Quelle: Julian Stähle
Potsam

Bei einem schweren Sturm ist eine 73-jährige Autofahrerin in Brandenburg nahe der polnischen Grenze ums Leben gekommen. Das Auto der Frau sei am Samstag in Zäckericker Loose (Märkisch-Oderland) von einem umstürzenden Baum getroffen worden, berichtete die Polizei am Sonntag. Nach Angaben der Polizei sollte der Baum in der kommenden Woche von der Gemeinde gefällt werden. Er wurde von einer starken Windböe entwurzelt.

Stürmischer Christoph

Tief Christoph sorgte kurz vor dem Frühlingsanfang in weiten Teilen Brandenburgs für große Schäden. Bäume stürzten auf Straßen, Hausdächer, parkende Autos und beschädigten Strom- sowie Telefonleitungen. Die Feuerwehren rückten zu mehr als 550 Einsätzen aus.

Tief Christoph ließ Bäume umknicken. Quelle: Julian Stähle

In der Potsdamer Einkaufsmeile Brandenburger Straße verletzte ein umherwirbelndes Werbeschild zwei Fußgängerinnen, wie eine Sprecherin der Regionalleitstelle Nordwest berichtete. Eine der Frauen musste mit Kopfverletzungen in einem Krankenhaus behandelt werden, die andere wurde von Sanitätern ambulant versorgt.

Die Feuerwehr in Berlin rief wegen Sturmböen mit Geschwindigkeiten von bis zu 100 Stundenkilometern am Samstagmittag den Ausnahmezustand aus. Innerhalb von vier Stunden mussten die Einsatzkräfte mehr als 350 Mal ausrücken. Umgestürzte Bäume und abgerissene Zweige blockierten immer wieder Straßen, die S-Bahn war auf mehreren Linien vorübergehend unterbrochen. Verletzte gab es nicht.

Rund 200 Einsätze im Osten

Große Schäden wurden vor allem im Osten Brandenburgs gemeldet, dort rückten die Feuerwehren am Samstagnachmittag zu rund 200 Einsätzen aus. Bäume und Geäst mussten von den Straßen geräumt und zerstörte Hausdächer abgesichert werden. „Wir hatten alles - Bäume auf Straßen, auf Autos, Garagen, Häusern und Stromleitungen“, zählte ein Sprecher der Regionalleitstelle auf.

Auch in den Landkreisen Oberhavel, Havelland, Ostprignitz-Ruppin und in der Prignitz blockierten umgestürzte Bäume zahlreiche Landstraßen. Insgesamt gab es in diesen Kreisen rund 70 Einsätze der Feuerwehr. „An einigen Orten stürzten Bäume auf Hausdächer, auch parkende Autos wurden getroffen“, sagte die Sprecherin der Regionalleitstelle. Strom- und Telefonkabel wurden beschädigt.

In Ketzin / Havel wurde dieses Boot von einem umfallenden Baum getroffen. Quelle: Julian Stähle

Ein Sprecher der Regionalleitstelle Nordost berichtete ebenfalls von entwurzelten Bäumen auf vielen Straßen im Landkreis Teltow-Fläming und insbesondere rund um Ludwigsfelde. Auch die Landkreise Uckermark, Barnim und Oberhavel wurden getroffen. Insgesamt wurden 139 Einsätze der Feuerwehren registriert. Im Bereich der Leitstelle Brandenburg waren es 70 Einsätze.

Der Süden hatte Glück

Ruhiger blieb es dagegen im Süden Brandenburgs. „Wir hatten knapp 70 Einsätze, davon die meisten im Norden von Dahme-Spreewald“, sagte der diensthabende Beamte der Regionalleitstelle. Die Lausitz blieb vom Sturm verschont.

Nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes waren am Samstag Sturmböen mit Windgeschwindigkeiten bis zu 100 Stundenkilometern am Rande eines Tiefdruckgebiets über Brandenburg gezogen. Am Flughafen Berlin-Schönefeld zeigten die Messgeräte 102 km/h an. Am späten Nachmittag flaute der Wind ab.

Von Klaus Peters

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