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Hunderte Raser bei Blitzer-Marathon erwischt

Aktuelle Eindrücke aus Brandenburg Hunderte Raser bei Blitzer-Marathon erwischt

Heute um 6 Uhr ging es los: Die Polizei hat in Brandenburg und Berlin den Blitzermarathon gestartet. Obwohl die Aktion in den Medien groß angekündigt wird, gehen selbst an diesem Tag viele Verkehrssünder in die Falle. Bis zum Nachmittag sind Hunderte Raser erwischt worden. Den Rekord stellte ein Raser im Kreis Ostprignitz-Ruppin auf.

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Am Donnerstag wird in Brandenburg an vielen Orten geblitzt, wie hier in Finkenkrug im Havelland.
 

Quelle: Marotzke

Potsdam. In Brandenburg hat am Donnerstagmorgen um 6 Uhr der überregionale Blitzermarathon gegen Raser begonnen. Bis Freitagmorgen wird die Polizei nach eigenen Angaben an mehr als 200 Kontrollpunkten die Geschwindigkeit von Autofahrern überwachen.

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21. April 2016: Einen Tag lang nimmt die Polizei beim Blitzermarathon Raser unter die Lupe. Besonders an Schulen und Kitas gibt es viele Kontrollen. Auch die MAZ-Fotografen waren an diesem Tag unterwegs und haben den Polizisten über die Schulter geschaut.

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Hier wird am Donnerstag in Brandenburg geblitzt

Wir berichten aktuell vom Blitzermarathon:

+++ Ein Blick nach Berlin

In einer 30er-Zone im Stadtteil Kreuzberg waren rund die Hälfte aller Fahrzeuge zu schnell unterwegs. Unrühmlicher Tempo-Spitzenreiter bis zum frühen Nachmittag war ein Autofahrer in Reinickendorf, der rund 45 km/h zu schnell fuhr. Ihm wurden zwei Punkte in Flensburg eingetragen, außerdem musste er 200 Euro Strafe zahlen.

An 140 wechselnden Kontrollstellen sind Polizeibeamte seit 6.00 Uhr im Einsatz, um Temposünder zu überführen. Gemessen wird mit Radar- und Lasermessgeräten. Zusätzlich sind Videofahrzeuge der Polizei und zivile Polizeiautos auf den Straßen unterwegs. Anders als in den Vorjahren hatte die Polizei vorab keine Kontrollorte bekanntgegeben. Ein Schwerpunkt gilt den Strecken, auf denen es häufiger illegale Autorennen oder Showfahrten mit aufgemotzten Sportwagen gibt, außerdem Straßen in der Nähe von Seniorenheimen und Kindertagesstätten.

+++ Die Polizei in Brandenburg hat ein interessantes Video geteilt

+++ Lange mussten die beiden Revierpolizisten aus der Pferdestadt Neustadt nicht warten, bis die Digitalanzeige des Lasermessgerätes eine deutliche Geschwindigkeitsübertretung anzeigte. „Das nächste Auto kommt mit 70 Kilometer pro Stunde angefahren“ sagte Polizeihauptmeister Steffen Richter, der die Messung in Kampehl mit dem Lasergerät vornahm. Polizeiobermeisterin Katrin Schröder winkte die junge Fahrerin mit ihrer Kelle heraus. Die Autofahrerin  zeigte sich den Beamten gegenüber einsichtig. Dennoch waren nach Abzug von drei Stundenkilometern Toleranz   bei einer  Geschwindigkeitsübertretung von 17 Stundenkilometer  ein  Bußgeld von 35 Euro fällig.

In Neustadt gab es einige Überschreitungen der Geschwindigkeitsbegrenzung.

Quelle: Reichel

Im Laufe dieses Einsatzes an der Ortsdurchfahrt gab es am Donnerstag weitere Geschwindigkeitsübertretungen. Die allermeisten jedoch fuhren vorschriftsmäßig. Doch das ist bei Weitem nicht immer so. Auf Wunsch vieler  Kampehler Anwohner hin, die sich darüber beklagten, dass in ihrem Dorf gerast wird, hatte die Polizei bereits in den vergangenen Wochen mehrere Geschwindigkeitsmessungen vorgenommen

+++ Eine erste Zwischenbilanz der Polizei

Die Polizei überwacht nach eigenen Angaben an mehr als 200 Kontrollpunkten die Geschwindigkeit von Autofahrern. Etwa 40 Prozent der Kontrollen gab es auf Straßen vor Schulen, Kitas und Altenheimen oder in Tempo-30-Zonen.

Eine genaue Zahl, wieviele Temposünder es bis zum Nachmittag gab, liegen noch nicht vor. Aber auf Brandenburgs Straßen landeten sowohl innerorts als auch außerorts zahlreiche Temposünder in den Radarfallen, teilte eine Polizeisprecherin mit. „Es ist querbeet alles dabei.“

Hier die unrühmlichen Rekorde:

In Lindow (Ostprignitz-Ruppin) wurde ein Autofahrer mit 104 km/h statt der erlaubten 60 erwischt. Mit flotten 80 statt der erlaubten 50 km/h war ein Fahrer in Lauchhammer (Oberspreewald-Lausitz) unterwegs.

Auf der Autobahn 115, dem brandenburgischen Teil der AVUS, lag die Zahl der Überschreitungen laut der Polizeisprecherin eher im unteren Durchschnitt. Dort wurden im Laufe des Vormittags bei rund 5200 kontrollierten Autos insgesamt 60 Überschreitungen festgestellt - nur rund halb so viel wie beim Blitzer-Marathon im vergangenen Jahr. Der Spitzenreiter fuhr mit 131 statt der erlaubten 100 Stundenkilometer.

+++ Ein Phänomen: Am Blitzermarathon sind Raser unterwegs

Der Blitzermarathon wurde lange vorher angekündigt. Die Polizei hat sogar die Blitzerstellen veröffentlicht. Und trotzdem: Immer wieder werden Ahnungslose geblitzt. Ein Beispiel aus dem Kreis Ostprignitz-Ruppin zeigt es deutlich. Hier ist ein Raser mit 80 km/h in der 50er-Zone erwischt worden. Den ganzen Text finden Sie hier.

+++ In Brandenburg/Havel wird heute lange geblitzt

Nicht mit Radar, sondern mit dem sogenannten Eso-Blitzer steht die Brandenburger Polizei auf der B1  an der Einfahrt Plauerhof und kontrolliert im Rahmen des Blitz-Marathons die Geschwindigkeit der Auto- und Motorradfahrer. Nach derzeitigem Stand können Temposünder an dieser Stelle bis 21 Uhr in die Falle tappen.

Dagegen haben die Beamten das Feld in der Potsdamer Straße geräumt. Dort standen sie am Vormittag mit Radargeräten. Die Akkus waren bis zu den Mittagsstunden voll, die Polizisten mussten daher zum Aufladen in ihre Dienststelle zurückfahren. Ob sie in den nächsten Stunden noch einmal dorthin zurückkommen, steht noch nicht fest.

Wer sich als Autofahrer am heutigen Tag nur auf diese beiden angekündigten Messstellen eingerichtet hat, könnte eine böse Überraschung erlebt haben. Denn auch an anderen Stellen im Stadtgebiet wurde die Geschwindigkeit kontrolliert. Bürger berichten von Messungen am Vormittag am Klingenberg und in der Nähe der Eigenen Scholle.

+++ Nicht nur rasen kann zu Unfällen führen, auch während der Fahrt mit dem Handy zu telefonieren ist nicht erlaubt. Auch nicht für Fahrradfahrer. Was passieren kann, zeigt diese Meldung:

Radfahrer krachen zusammen - zwei Verletzte

+++ Wer sich fragt, warum die Polizei einen Blitzermarathon macht

+++ Und noch eine traurige Statistik:

+++ Statistisches: Alle 2,5 Stunden kam es im letzten Jahr in Brandenburg zu einem Verkehrsunfall wegen Raserei. "Lassen Sie sich nicht hetzen!", mahnt die Polizei.

+++ Zum Glück für das Reh ist die Polizei in der Nähe.

+++ Die Berliner Autofahrer geben sich heute sehr verständnisvoll. "Die meisten angehaltenen Autofahrer zeigten sich sehr einsichtig", so eine Sprecherin.

+++ Und wir fragen Euch noch einmal:

Geschwindigkeitskontrollen

Sollte es in Brandenburg mehr Geschwindigkeitskontrollen geben?

+++ Dieser vermummte Herr wurde bereits Ende Januar geblitzt - nach einem Autoklau in Potsdam. Zur Meldung >

Wer kennt diesen Mann?

Quelle: Polizei

+++ Ein spitzer Kommentar einer Nutzerin auf unserer Facebook-Seite: "Es gibt aber jetzt auch die Kandidaten die übertreiben und 60 fahren bei erlaubten 80 und noch bremsen beim blitzer... -.-"

+++ Trauriger Spitzenreiter bis 13 Uhr in Berlin: Ein Toyota in der Roelckestr. in #Reinickendorf. 45 kmh zu schnell. Kosten 200 Euro, 1 Punkte, 1 Monat Fahrverbot.

+++ Eine aktuelle Verkehrsmeldung von 13.10 Uhr jenseits des Blitzermarathons:

+++ Auch in der schönen Prignitz wird geblitzt. Mit drei Beamten pro Schicht beteiligt sich das Polizeirevier Pritzwalk am Blitzermarathon. Auf der K7025 zwischen Triglitz und Laaske im Amt Putlitz-Berge kontrollierte der Chef noch selbst: Der Pritzwalker Revierleiter André Radloff bezieht mit den Beamten Doreen Kohls und Eckhard Prillwitz Kontrollposten auf der relativ geraden Straße. Spitzenreiter war ein Pkw-Fahrer, der mit Tempo 94 durch den 70er-Bwereich fuhr. akö

Der Pritzwalker Revierleiter André Radloff beim Blitzen zwischen Triglitz und Laaske.

Quelle: Andreas König

 

+++ Ja, liebe Autofahrer, überlegt Euch das mal...

+++ Für wen dieser gefährliche Fund wohl bestimmt war? Auf einem Zuweg zum Wald bei Busendorf finden Beamte ein 2,5 m langes Nagelbett.

+++ "Danke liebe Autofahrer!" - Ein Lob von der Polizei an alle Autofahrer, die heute vor Kitas und Schulen umsichtig fahren - zum Beispiel in Schönfließ und Kleinmachnow.

+++ 23 km/h zu schnell war ein Autofahrer am Vormittag auf der L20 zwischen Schönfließ und Mühlenbeck unterwegs.

+++ An diesem Autofahrer sind die Warnungen vor dem Blitzermarathon offenbar vorbeigegangen:

+++ Schon am frühen Morgen betrunken: In Velten wurde ein Autofahrer mit 1,06 Promille erwischt. Die Polizei fragt neckisch: Restalkohol?

+++ Armer Lkw-Fahrer - und arme Autofahrer auf der A13.

+++ Die Polizei gibt schon heute Infos über den Verlauf des Blitzermarathons heraus und startet Punkt 10 Uhr auf ihrem Twitter-Kanal.

+++ Die Polizei München hat visuell eindrücklich bereits gestern auf Twitter für den Blitzermarathon "geworben".

Vor Kitas, Schulen und Altenheimen

Etwa 40 Prozent der Kontrollen sind auf Straßen vor Schulen, Kitas und Altenheimen oder in Tempo-30-Zonen vorgesehen. Die Polizei wird automatische Messanlagen, Videowagen und Laserpistolen einsetzen.

Blitzermarathon auch in Berlin

Zehn Bundesländer und 19 weitere europäische Staaten beteiligen sich an dem Blitzermarathon, den es bundesweit erstmals im Herbst 2013 gab. In Berlin überwacht die Polizei an 140 wechselnden Kontrollstellen die Geschwindigkeit von Autos. Ein Schwerpunkt gilt den Strecken, auf denen häufiger illegale Autorennen oder Showfahrten mit aufgemotzten Sportwagen stattfinden. Anders als früher hat die Polizei in Berlin vorab keine Kontrollorte bekanntgegeben.

Von MAZonline, dpa

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Kaum verkehrserzieherische Wirkung

De Brandenburger Polizei zieht eine positive Bilanz des zweiten Blitzer-Marathons. Peter Schultheiß, ehemaliger Leitender Polizeidirektor beim Polizeipräsidium Potsdam, bezweifelt jedoch die verkehrserzieherische Wirkung. Außerdem äußert er sich kritisch über die Stellen, an denen geblitzt wird.

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