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Blühende Rosen und Jazzmusik

Ein Höhepunkt der Musikfestspiele Sanssouci Blühende Rosen und Jazzmusik

Die Musikfestspiele Potsdam Sanssouci beschränken sich keinesfalls nur auf Barockmusik. Am Wochenende gab es allein sieben Veranstaltungen, die im Zeichen der Rose standen. Eine davon, „Jazz im Rosengarten“, fand im Krongut Bornstedt statt. Konnten sich die vielen hundert Besucher trotz der niedrigen Außentemperaturen gut amüsieren?

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Der Argentinier Gabriel Rivano am Samstag in Potsdam mit seinem Bandoneon vor seinem Auftritt im Rosengarten.

Quelle: Bernd Gartenschläger

Potsdam-Bornstedt. Die hochstämmigen weißen Schneewittchenrosen im Park des Krongut Bornstedt bekamen am Samstag viel Konkurrenz. Die Musikfestspiele Potsdam-Sanssouci ließen nämlich aus einem märkischen Rosengut 7400 Rosenköpfe aller Couleur anfahren, um das Areal prächtig zu schmücken. Die Veranstaltung „Jazz im Rosengarten“ am Samstagabend wurde trotz der kühlen Außentemperaturen von mehreren hundert Besuchern wahrgenommen. Floristinnen flochten den Gästen auf Wunsch Rosenkränze und Rosenketten.

Einige große Namen der Jazz- und Weltmusikszene hatten sich angesagt. Ihre Auftritte wurden zum Teil auf den Malzboden oder in die Weinscheune verlegt. Gabriel Rivano aus Buenos Aires konnte sich zwischen zwei Openair-Auftritten allerdings nur einmal kurz aufwärmen. Auf dem Bandoneon spielte er langsame und schnelle Tangos, Lieder von Egberto Gismonti und Eigenkompositionen. In den Seufzern dieses wundervollen Instruments, das in Deutschland von Heinrich Band entwickelt wurde, aber in Argentinien Karriere machte, schwang die ganze Sehnsucht nach südlichen Sommernächten mit.

Auch der ungarische Jazzgitarrist Ferenc Snétberger hatte Mühe, mit dem italienischen Stil der umliegenden Gebäude mitzuhalten. „Es ist zu kalt, das Stimmen dauert leider länger“, entschuldigte er sich. Dem filigranen Witz, mit dem er die Zuhörer durch seinen Harmoniekosmos führt, tat das aber keinen Abbruch. Bei dem Gesang der norwegischen Folk-Geigerin Benedicte Maurseth konnte man sich in eine überwältigende Fjordlandschaft wegträumen, die ja auch ihre Reize hat.

Nach dem Konzert von The Vegetable Orchestra Wien wurde dann eine kräftige, heiße Gemüsesuppe serviert, die aus geschnitzten Möhren-Flöten und Zucchini-Trompeten zubereitet worden war. Doch einige Besucher waren da schon in die Friedenskirche abgewandert, wo um Mitternacht vor dem Altar ein belgisches Ensemble und ein Nó-Theater-Tänzer aus Japan das Mysterium der Rose auf mystische Weise zelebrierten.

Von Karim Saab

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