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Blüten im Internet bestellt – und aufgeflogen

Falschgeld: Razzia der Polizei in Berlin Blüten im Internet bestellt – und aufgeflogen

Im Internet kann man alles bestellen, sogar Falschgeld. Bei europaweit angelegten Ermittlungen kam die Polizei jetzt Käufern und Verkäufern auf die Schliche. Bei einer Razzia am Mittwoch in Berlin ist die Polizei fündig geworden.

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Falschgeld ist auf den ersten Blick kaum von echtem Geld zu unterscheiden.

Quelle: dpa

Berlin. Im Internet kann man alles bestellen, sogar Falschgeld. Bei europaweit angelegten Ermittlungen kam die Polizei jetzt Käufern und Verkäufern auf die Schliche.

Acht Wohnungen durchsucht

Bei einer Razzia am Mittwoch in mehreren Bundesländern haben Bundeskriminalamt und Polizei auch in Berlin acht Wohnungen durchsucht. Betroffen waren Wohnungen in Kreuzberg, Siemensstadt, Müggelheim, Westend, Tempelhof, Spandau und Pankow.

Bestellung im Darknet

Die Wohnungsinhaber stehen im Verdacht, Falschgeld im sogenannten Darknet bestellt und mit digitaler Währung bezahlt zu haben. Das Darknet ist der verdeckte, anonyme Bereich im Internet. Der Versand der Noten erfolgte auf dem Postweg.

Nicht nur Falschgeld gefunden

Die Polizisten beschlagnahmten neben dem Falschgeld auch mehrere Laptops und einen PC. Des Weiteren entdeckten sie in der Wohnung in Müggelheim Betäubungsmittel, darunter offenbar über 600 Ecstasy-Tabletten, Kokain und Cannabis sowie diverses Zubehör. Der mutmaßliche Besitzer im Alter von 18 Jahren wurde vorläufig festgenommen.

Blüten von guter Qualität

Bei den bestellten Geldscheinen handelt es sich um Fälschungen von 20- und 50-Euro-Noten, die in Italien hergestellt wurden. Die mittels Offset-Druckverfahren produzierten Falschnoten sind von guter Qualität und im üblichen Bargeldverkehr nur schwer als „Blüten“ zu erkennen. Im Jahr 2014 machten diese beiden Fälschungen mehr als 52 Prozent des gesamten, von der Polizei in Deutschland sichergestellten Falschgeldes aus.

So erkennen Sie Falschgeld >

Unterstützung von Europol und aus Italien

Zur Identifizierung der Falschgeld-Verbreiter in Deutschland und anderen Staaten trugen unter anderem Auswertungen bei Europol sowie Ermittlungen in Italien bei. Inwiefern die in Deutschland ansässigen Ankäufer das Falschgeld selbst in Umlauf brachten oder weiter veräußerten, wird derzeit ermittelt.

Von MAZonline

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