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Brandenburg Blutmond prangt über Brandenburg
Brandenburg Blutmond prangt über Brandenburg
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09:18 22.09.2015
Der Blutmond, aufgenommen mit einem SC Teleskop der Sternwarte Riesa am 15.06.2011 während der Mondfinsternis. Quelle: Stefan Schwager
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Darmstadt

In der Nacht zum Montag, 28. September, kann in Brandenburg und Mitteleuropa eine totale Mondfinsternis beobachtet werden. Der Mond präsentiert sich dann als „Blutmond“: Der rote Schimmer rührt von langwelligem Licht, das von der Erdatmosphäre in den Schattenkegel gestreut wird.

Super-Mond

Der Erdtrabant zeigt sich dann zudem als Super-Mond, da er in der Nacht zu Montag unserem Planeten besonders nahe ist und entsprechend groß wirkt.

Wecker auf halb fünf stellen

Wer den Höhepunkt des mehrere Stunden dauernden Schattenspiels nur mal kurz bestaunen will, „sollte am besten den Wecker auf halb fünf stellen“, sagte Alexander Weis von der Vereinigung der Sternfreunde, die ihren Sitz im südhessischen Heppenheim hat. Von 04.11 Uhr bis 05.24 Uhr befindet sich der Mond vollständig im Kernschatten: Die Finsternis ist total. Die Mitte ist somit um 04.47 Uhr.

Die Spannung steigt schon um 03.07 Uhr, wenn der Mond in den Kernschatten der Erde eintritt. „Das werden Sie sehen: Da ist was los“, sagte Weis. Auch das Verlassen des Kernschattens um 06.27 Uhr sei noch gut erkennbar.

Der Mond steht im Südwesten

Viel Aufwand zum Beobachten des Spektakels ist nicht erforderlich: Einfach Richtung Südwesten gucken, ein Blick aus dem Fenster kann ausreichen. Wer möchte, kann zum Fernglas greifen und gleich die schwachen Sterne sehen, an denen der Mond vorbeizieht.

Das Wetter muss mitspielen

Hauptsache, das Wetter spielt mit. Am besten wäre ein klarer Himmel, Wolken stören immer. Wie das Wetter wirklich wird, sei erst wenige Tage vorher vorhersagbar, betonte der Deutsche Wetterdienst in Offenbach. Alles andere sei ein Blick in die Glaskugel.

In 3 Jahren die nächste Mondfinsternis

Die Finsternis ist bei gutem Wetter in ihrer vollen Länge in vielen Ländern Europas, aber auch etwa in Teilen Afrikas und Amerikas sichtbar. Wer das Ereignis verschläft, muss sich gedulden: Die nächste totale Mondfinsternis wird erst wieder in drei Jahren - am 27. Juli 2018 - in Deutschland zu beobachten sein.

So entsteht eine totale Mondfinsternis

Eine totale Mondfinsternis entsteht, wenn Sonne, Erde und Mond in einer Reihe liegen, die Erde das Licht der Sonne also abhält und der Mond sich im Schatten der Erde befindet. Der Vollmond ist in dieser Nacht der Erde 356 880 Kilometern auch noch so extrem nah, dass dies Springfluten und Spannungen in der Erdkruste hervorrufen kann.

Von Joachim Baier

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