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Brandenburg Bombenentschärfung: Jetzt zahlt auch der Bund
Brandenburg Bombenentschärfung: Jetzt zahlt auch der Bund
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21:21 13.11.2015
Diese 250-Kilo-Bombe ist kürzlich in Potsdam entschärft worden. Doch es wird nicht die letzte bleiben. Quelle: Julian Stähle
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Potsdam

Brandenburg hat im Ringen um eine Beteiligung des Bundes an den Kosten für die Kampfmittelbeseitigung einen Durchbruch erzielt. Der Haushaltsausschuss des Bundestages einigte sich in der Nacht zu Freitag darauf, für die kommenden vier Jahre 60 Millionen Euro für die Beseitigung alliierter Weltkriegsmunition bereitzustellen. Nach welchem Schlüssel das Geld auf die Bundesländer verteilt wird, ist noch offen.

347 Millionen für Kampfmittelbeseitigung

Bislang sah sich der Bund lediglich für sogenannte reichseigene Munition finanziell zuständig. Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke und Innenminister Karl-Heinz Schröter (beide SPD) begrüßten die Einigung. Vorausgegangen war eine parteiübergreifende Initiative um die Bundestagsabgeordneten Andrea Wicklein (SPD) und Uwe Feiler (CDU). Brandenburg gilt als Bundesland mit dem höchsten Anteil kampfmittelbelasteter Flächen. Zwischen 1991 und 2014 hat das Land für die Kampfmittelbeseitigung 347 Millionen Euro ausgegeben. Der Bund erstattete 125 Millionen Euro für reichseigene Munition.

Potsdam & Oranienburg: Hier liegen die meisten Bomben

In Potsdam war erst am Donnerstag ein 250-Kilo-Blindgänger im Park Babelsberg entschärft worden. Britische Bomber hatten am 14. April 1945 einen Großteil der historischen Innenstadt in Schutt und Asche gelegt. Allein im Park Babelsberg, das vermuten Experten, liegen noch mehr als 100 Bomben auf dem Gelände. Ein Fünftel davon ist noch scharf.

Siehe auch:
Blindgänger in Potsdam

Auch die Stadt Oranienburg hat stark mit Blindgängern zu kämpfen. Seit 1990 wurden mehr als 180 Bomben vor Ort unschädlich gemacht. Dort sind 2016 wieder fünf Millionen Euro für die Bombenbeseitigung eingeplant. Der Bürgermeister Hans-Joachim Laesicke (SPD) hatte seit Jahren eine Beteiligung des Bundes an den hohen Kosten gefordert.

Lesen Sie hier, warum sich Oranienburgs Bürgermeister freut, aber nicht jubeln kann >>

Von MAZonline und dpa

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