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Brandenburg Bootsdiebe wildern in Wassersportrevieren
Brandenburg Bootsdiebe wildern in Wassersportrevieren
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21:53 23.07.2013
Potsdam

Das Wassersportland Brandenburg zieht nicht nur Touristen und Freizeitkapitäne an: Auch für Kriminelle sind die märkischen Seen, Flüsse und Kanäle attraktiv. Vergangenes Jahr schlugen Diebe mehr als 300-mal zu. Sie entwendeten 133 Boote und 201 Bootsmotoren, wie das Polizeipräsidium auf Anfrage mitteilte. Noch schlimmer traf es die Brandenburger Bootseigner im Vorjahr: 2011 wurden 254 Motoren und 185 Boote als gestohlen gemeldet. In den vergangenen drei Jahren summierte sich der geschätzte Schaden auf fast zwei Millionen Euro.

„Anders als beim Autodiebstahl stellen Bootsbesitzer oft erst nach Tagen fest, dass ihr Boot oder der Motor fehlt“, erklärt der Chef der Wasserschutzpolizei Jan Müller. „Die Liegeplätze liegen schließlich oft an Wochenendhäusern oder unbewohnten Vereinsheimen.“ Hinzu kommt: Gerade wenn Ruderboote geklaut werden, die den Großteil der gestohlenen Vehikel ausmachen, fällt es oft schwer, sie ihrem rechtmäßigen Besitzer zuzuordnen, sie sind schnell umlackiert. Polizeioberrat Müller ruft deshalb alle Bootsbesitzer dazu auf, ihre Wasserfahrzeuge zu fotografieren, vor allem spezielle Um- und Einbauten festzuhalten und die sogenannten Rumpfnummern zu notieren. „Außerdem sollten sie die kostenlose Motorgravur nutzen, die wir anbieten“, sagt Müller. Schließlich sind PS-starke Außenbordmotoren durchaus mehr als zehntausend Euro wert.

Nicht immer haben die Besitzer Glück im Unglück, so wie vergangene Woche am Wendsee in Brandenburg/Havel. Dort stahlen Unbekannte über Nacht gleich vier Boote, ließen sie aber im benachbarten Plauer See zurück, wo sie am nächsten Tag von der Wasserschutzpolizei geborgen wurden. Womöglich wurden die Diebe gestört. Meist verschwinden die Täter jedoch mit ihrer Beute auf Nimmerwiedersehen. Nur etwa jeder achte Bootsklau wird aufgeklärt, bei gestohlenen Außenbordmotoren sogar nur jeder zehnte Fall.

In der laufenden Saison hofft die Polizei auf weiter sinkende Fallzahlen und eine bessere Aufklärungsquote. Erste Zahlen deuteten darauf hin, so Polizeisprecher Jens Quitschke. Wer hinter den brandenburgischen Seeräubern steht, lässt sich angesichts der wenigen Fahndungserfolge schwer sagen. Hinweise auf organisierte Bootsbanden, wie man sie vom Autoklau kennt, lägen nicht vor, heißt es.

Allerdings führen die Spuren auch hier bisweilen nach Osteuropa. Ende Mai stoppte die Sonderkommission Grenze zwei Ukrainer, die in einem gestohlenen österreichischen Wagen in Frankfurt (Oder) über die Grenze nach Polen wollten. Im Gepäck hatten die mutmaßlichen Diebe auch zwei Bootsmotoren. Woher sie die teuren Geräte hatten, konnten sie den Beamten nicht erklären.

Von Torsten Gellner

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