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Brandenburg Christoffers muss Staatssekretär behalten
Brandenburg Christoffers muss Staatssekretär behalten
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21:50 22.01.2014
Henning Heidemanns Quelle: Ole Spata
Potsdam

Der wegen zwei Fördermittelpleiten unter Druck stehende Wirtschaftsminister Ralf Christoffers (Linke) wird seinen Staatssekretär Henning Heidemanns nicht los. Christoffers ist auch mit seinem zweiten Versuch gescheitert, den 55-jährigen Heidemanns in den vorzeitigen Ruhestand zu schicken.

Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) habe erneut deutlich zu verstehen gegeben, dass er einen Versorgungsfall auf Steuerzahlerkosten vor der Landtagswahl im Herbst nicht akzeptiere, heißt es aus rot-roten Regierungskreisen. Verbeamteten Staatssekretären steht nach ihrer Entlassung bis zu ihrer Pensionierung eine Fortzahlung eines Teils ihrer Bezüge zu.

Wie die MAZ am Montag berichtet hatte, sollte eigentlich an diesem Tag die Entlassung Heidemanns in die Wege geleitet werden. Das Verhältnis zwischen ihm und seinem Chef gilt schon länger als zerrüttet. Der parteilose Heidemanns – inzwischen mit einer Abteilungsleiterin im Ministerium verheiratet – soll Christoffers etwa auch im Umgang mit der Förderpleite bei der Solarfirma Odersun nicht den Rücken gestärkt haben.

Bereits im Vorjahr wollte sich Christoffers von dem aus Nordrhein-Westfalen stammenden Beamten trennen, der seit 1990 in der Landesverwaltung tätig ist und das Finanzministerium mit aufgebaut hat. Schon kurz nach seinem Amtsantritt legte Woidke ein Veto ein. „Im September hatten wir mitgeteilt, dass Staatssekretär Heidemanns im Amt bleibt“, teilte Ministeriumsprecher Steffen Streu am Mittwoch auf Anfrage mit. Daran habe sich nichts geändert. „Mehr ist dazu nicht zu sagen.“ Auch Regierungssprecher Thomas Braune will sich zu der Personalie nicht mehr äußern. „Dazu ist im Herbst alles gesagt worden“, sagte er gestern der MAZ.

Von Marion Kaufmann

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