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Brandenburg Brandenburg Hochburg der Schulabbrecher
Brandenburg Brandenburg Hochburg der Schulabbrecher
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22:30 24.07.2013
Wer trotz fleißigen Lernens und Prüfungen schreiben am Ende der Schullaufbahn ohne Abschluss da steht, hat es schwer, im Berufsleben Fuß zu fassen. Quelle: dpa
Potsdam

Auch mit ungewöhnlichen Methoden hat Brandenburg versucht, Jugendlichen Schule schmackhaft zu machen. Auf Schloss Trebnitz (Märkisch-Oderland) büffelten Neunt- und Zehntklässler in Ferien-Lerncamps. Lernschwache, Schwänzer und Sitzenbleiber zumeist. Ziel: Die Bildungsverweigerer zu einem Abschluss zu bringen. Die Camps gibt es schon seit vier Jahren nicht mehr – obwohl die Zahl der Schulabbrecher im Land weiter hoch ist.

Laut einer Studie der Caritas schafften 2011 fast 8,4 Prozent der jungen Brandenburger nicht einmal einen Hauptschulabschluss. Nur in Sachsen-Anhalt, Mecklenburg-Vorpommern und Berlin gibt es noch mehr Bildungsverlierer. Bundesweit liegt die Abbrecherquote bei 5,8 Prozent. Im Vergleich zu 2009, jenem Jahr, in dem das Bildungsministerium die Lernlager veranstaltete, hat sich Brandenburg verbessert. Damals verließen laut Caritas 12,6 Prozent der Märker die Schule ohne Zeugnis.

Für Andreas Büttner ist die aktuelle Brandenburger Quote dennoch ein Armutszeugnis. Sie sei „beschämend für die Landesregierung“ sagte der Fraktionschef und Bildungsexperte der FDP. Die regierende SPD hatte Anfang des Jahres angekündigt, die Zahl der Abbrecher bis 2020 halbieren zu wollen. Bis dahin sei es noch ein weiter Weg, so Büttner. Er fordert mehr individuelle Förderung der Schüler.

Die Caritas-Studie ist dabei in doppelter Hinsicht ein Armutszeugnis. In der Uckermark und der Prignitz – den Landkreisen mit den höchsten Arbeitslosenquoten – haben 14,2 bzw. 11,8 Prozent der Schüler keinen Abschluss. Auch in Ostprignitz-Ruppin, Teltow-Fläming, Elbe-Elster und Brandenburg/Havel liegt die Quote bei über 10 Prozent – und ist damit doppelt so hoch wie in Potsdam, wo nur 5 Prozent scheitern. In Potsdam-Mittelmark sind es 5,5 Prozent.

Nach Einschätzung des Bildungsministeriums liegt das auch daran, dass in Potsdam-Mittelmark der Anteil der Schüler mit diagnostizierter Lernschwäche gering ist. Sprich: Relativ wenige Kinder besuchen dort eine Förderschule. Abschlüsse an Förderschulen sind nicht anerkannt, Förderschüler tauchen deshalb in der Statistik als Abbrecher auf. Als Grund für das Sinken der Abbrecherquote nennt das Ministerium Maßnahmen wie die „Initiative Oberschule“, die Jugendliche etwa über Berufspraktika zu einem Abschluss motivieren soll. Die Lerncamps seien hingegen eingestellt worden, sagt Sprecherin Antje Grabley. „Sie waren zu kostenintensiv.“ Gleichzeitig sei nur eine geringe Schülerzahl erreicht worden.

Von Marion Kaufmann

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