Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Brandenburg NABU will Kastrationspflicht bei Katzen
Brandenburg NABU will Kastrationspflicht bei Katzen
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
17:18 25.02.2014
Potsdam

In Deutschland verwildern und verelenden immer mehr Katzen, weil sie sich unkontrolliert vermehren. Die brandenburgischen Verbände des NABU, des Landesjagdverbands, der Landestierärztekammer sowie des Landestierschutzverbands befürworten daher ein Kastrations-, Kennzeichnungs- und Registrierungspflicht bei frei laufenden privaten Katzen.

Einer gemeinschaftlichen Mitteilung zufolge, seien frei lebende Katzen sehr häufig Nachkommen von nicht kastrierten privaten Hauskatzen mit Freigang oder von ausgesetzten Katzen. Ihre Überpopulation, so heißt es weiter, „ist nicht nur tierschutzwidrig, sie kann auch durch zahlreiche Erkrankungen zu einer Infektionsgefahr für private Freigängerkatzen werden“.

Paderborner Modell

Katzenhalter/innen, die ihrer  Katze Zugang ins Freie gewähren, haben diese zuvor von einem Tierarzt kastrieren und mittels Tätowierung oder Mikrochip kennzeichnen zu lassen. Dies gilt nicht für weniger als 5 Monate alte Katzen. Als Katzenhalter/in im vorstehenden Sinne gilt auch, wer freilaufenden Katzen regelmäßig Futter zur Verfügung stellt.

» Erlass einer Ordnungsbehördlichen Verordnung zur Änderung der Ordnungsbehördlichen Verordnung zur Aufrechterhaltung der öffentlichen Sicherheit und Ordnung im Gebiet der Stadt Paderborn vom 12.03.1997

Die große Anzahl der Katzen könne zudem zu einer Belästigung der Menschen führen. Ebenso stellen die Katzen eine Gefährdung für heimische Wildvögel dar, heißt es.

Aus diesem Grund sei „die Einführung einer Kastrations-, Kennzeichnungs- und Registrierungspflicht privater Katzen mit Freigang dringend erforderlich“. Die Tierschutzvereine und Tierheime allein können der vielen Katzen nicht Herr werden. Allein der Erlass einer Ordnungsbehördlichen Verordnung zur Kastrations-, Kennzeichnungs- und Registrierungspflicht frei laufender privater Katzen könne einer Überpopulation Einhalt gebieten.

Als Vorreiter einer solchen Verordnung wird Paderborn ernannt. Dort „müssen männliche und weibliche Freigängerkatzen ab dem 5. Lebensmonat kastriert werden, um eine Vermehrung zu verhindern“, steht auf der Internetseite der Stadt.
Die Stadt Paderborn hat eine solche Verordnung vor fünf Jahren erlassen.

Weit über 200 Kommunen in Deutschland sind diesem Beispiel bereits gefolgt, seit Januar 2014 auch Luckenwalde, als erste Kommune in Brandenburg. Weitere sollten folgen, schreiben die Verbände.

MAZonline

Mehr zum Thema
Oberhavel Ausgesetzter Waldkater starb in liebevollen Händen - Kasimir soll nicht umsonst gestorben sein

Am Ende meinte es das Schicksal doch noch gut mit Kasimir. Für wenige Tage fand der Waldkater aus Tornow ein liebevolles Zuhause, umgeben von fürsorglichen Artgenossen und Menschen. Immer wieder werden Tiere ausgesetzt und haben sehr zu leiden, beklagt der Tierschutzverein Oberhavel.

27.01.2014
Teltow-Fläming Claudia Böhme kümmert sich um streunende Tiere - Katzen-Claudia aus Luckenwalde

Claudia Böhme liebt Katzen über alles. Schon als Kind brachte sie jedes kranke Tier mit nach Hause, sehr zum Leidwesen ihrer Mutter. Heute hat die 54-Jährige sieben eigene Katzen, kümmert sich aber zusätzlich um unzählige Streunerkatzen in Luckenwalde und Umgebung, was ihr den Namen Katzen-Claudia einbrachte.

18.02.2014
Ostprignitz-Ruppin Tierschützer haben voriges Jahr 117 freilebende Tiere kastriert - Unerwünschter Katzennachwuchs

Die Bekämpfung der Katzenschwemme ist auch 2013 wieder die Hauptaufgabe des Tierschutzvereins Wittstock und Umgebung gewesen. 64 Katzen und 53 Kater wurden im vergangenen Jahr kastriert, berichtete die Vize-Vorsitzende des Vereins, Marion Anton.

05.01.2014
Brandenburg Autofahrer lassen sich zunehmend von Mobiltelefonen ablenken - Unfälle durch Smartphones werden zum Problem

Große Aufmerksamkeit zog die Samsung-Präsentation des neuen Smartphone Galaxy S5 auf sich. Wieder eine Gefahrenquelle mehr, könnte da die Polizei denken. Schon jetzt lassen sich Zehntausende Unfälle auf die Nutzung vom Smartphones während des Autofahrt zurückführen, so die Polizei.

25.02.2014
Brandenburg Die Stasi versuchte die Stationierungsorte geheim zu halten - Der Westen wusste über „Birne zwei“ Bescheid

Selbst für sowjetische Verhältnisse lief die Verlegung der 152. Raketenbrigade in die DDR vom 18. bis zum 23. Dezember 1983 unter extremer Geheimhaltung ab. Die Durchfahrt durch Polen war als Rückkehr vom Ernteeinsatz getarnt, entladen wurden die zwölf Raketenzüge in Dranse (Ostprig nitz-Ruppin) und Drewin (Mecklenburg-Vorpommern).

25.02.2014
Brandenburg Ein Förster erinnert sich an die nukleare Gefahr vor 30 Jahren - Russische Atomraketen bei Fürstenberg

Vor 30 Jahren stationierten die Russen bei Fürstenberg (Oberhavel) Atomraketen. Der Wald wurde gesperrt, Tag und Nacht brachten Sattelschlepper Material. Ein Dorfbewohner verlor bei einem Unfall sein Leben. Dessen Sohn, Erich Gebauer, hat schmerzliche Erinnerungen an die Zeit.

25.02.2014