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NABU will Kastrationspflicht bei Katzen

Verbände sehen Gefahr bei unkontrollierten Freigängen NABU will Kastrationspflicht bei Katzen

Die Population der frei lebenden Katzen nimmt Überhand, so heißt es in einer MItteilung einiger brandenburgischer Verbände. Darunter der NABU und die Landestierärztekammer. Die Einführung einer Kastrations-, Kennzeichnungs- und Registrierungspflicht privater Katzen mit Freigang sei daher dringend erforderlich.

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Potsdam. In Deutschland verwildern und verelenden immer mehr Katzen, weil sie sich unkontrolliert vermehren. Die brandenburgischen Verbände des NABU, des Landesjagdverbands, der Landestierärztekammer sowie des Landestierschutzverbands befürworten daher ein Kastrations-, Kennzeichnungs- und Registrierungspflicht bei frei laufenden privaten Katzen.

Einer gemeinschaftlichen Mitteilung zufolge, seien frei lebende Katzen sehr häufig Nachkommen von nicht kastrierten privaten Hauskatzen mit Freigang oder von ausgesetzten Katzen. Ihre Überpopulation, so heißt es weiter, „ist nicht nur tierschutzwidrig, sie kann auch durch zahlreiche Erkrankungen zu einer Infektionsgefahr für private Freigängerkatzen werden“.

Paderborner Modell

Katzenhalter/innen, die ihrer  Katze Zugang ins Freie gewähren, haben diese zuvor von einem Tierarzt kastrieren und mittels Tätowierung oder Mikrochip kennzeichnen zu lassen. Dies gilt nicht für weniger als 5 Monate alte Katzen. Als Katzenhalter/in im vorstehenden Sinne gilt auch, wer freilaufenden Katzen regelmäßig Futter zur Verfügung stellt.

» Erlass einer Ordnungsbehördlichen Verordnung zur Änderung der Ordnungsbehördlichen Verordnung zur Aufrechterhaltung der öffentlichen Sicherheit und Ordnung im Gebiet der Stadt Paderborn vom 12.03.1997

Die große Anzahl der Katzen könne zudem zu einer Belästigung der Menschen führen. Ebenso stellen die Katzen eine Gefährdung für heimische Wildvögel dar, heißt es.

Aus diesem Grund sei „die Einführung einer Kastrations-, Kennzeichnungs- und Registrierungspflicht privater Katzen mit Freigang dringend erforderlich“. Die Tierschutzvereine und Tierheime allein können der vielen Katzen nicht Herr werden. Allein der Erlass einer Ordnungsbehördlichen Verordnung zur Kastrations-, Kennzeichnungs- und Registrierungspflicht frei laufender privater Katzen könne einer Überpopulation Einhalt gebieten.

Als Vorreiter einer solchen Verordnung wird Paderborn ernannt. Dort „müssen männliche und weibliche Freigängerkatzen ab dem 5. Lebensmonat kastriert werden, um eine Vermehrung zu verhindern“, steht auf der Internetseite der Stadt.
Die Stadt Paderborn hat eine solche Verordnung vor fünf Jahren erlassen.

Weit über 200 Kommunen in Deutschland sind diesem Beispiel bereits gefolgt,  seit Januar 2014 auch Luckenwalde, als erste Kommune in Brandenburg. Weitere sollten folgen, schreiben die Verbände.

MAZonline

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