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Verfassungsschutz warnt vor bewaffneten Reichsbürgern

Rechtsradikale Verschwörungstheoretiker Verfassungsschutz warnt vor bewaffneten Reichsbürgern

Die Reichsbürger sorgen immer wieder für Polizeieinsätze und beschäftigen die Gerichte mit kruden Verfahren. Damit nicht genug. Nun äußert sich der Verfassungsschutz mit großer Sorge – denn er befürchtet, dass viele sogenannte Reichsbürger bewaffnet sind. Vorfälle aus der Vergangenheit bestätigen diese Bedenken.

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Quelle: dpa

Potsdam. Immer mehr der bundesweit aktiven selbst ernannten „Reichsbürger“ verfügen nach einem Bericht des ARD-Politikmagazins „Kontraste“ über Waffen. „Wir beobachten mit großer Sorge, dass im Reichsbürger-Milieu Waffen eine große Rolle spielen“, sagte der Experte des Brandenburger Verfassungsschutzes, Michael Hüllen, laut einer ARD-Mitteilung dem Magazin. Bei Hausdurchsuchungen sei die Polizei wiederholt auf Waffen und große Mengen von Munition gestoßen.

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Rund 200 Reichsbürger in Brandenburg

Nach Angaben des Potsdamer Innenministeriums gibt es im Land eine Szene mit rund 200 Personen. „Reichsbürger“ erkennen in der Regel den Staat nicht an und weigern sich, amtlichen Bescheiden zu folgen. Für sie existiere die Bundesrepublik nicht als legitimer Staat, hieß es. Folglich werde versucht, Kommunalverwaltungen, Finanzämter und Justiz an ihrer Aufgabenerfüllung zu hindern. Vom Verfassungsschutz wird die Gruppe „Freistaat Preußen“ beobachtet, die laut dem Fernsehbericht großen Zulauf hat und bundesweit aktiv ist.

Anfang des Jahres musste das SEK zum Haus eines Reichsbürgers anrücken

Anfang dieses Jahres zeigte sich bei einem spektakulären Polizeieinsatz in der Prignitz, wie gefährlich die Reichsbürger gefährlich sein können. Die Polizei musste mit einer Spezialeinheit in einem kleinen Ort anrücken. Dort hatte sich ein sogenannter Reichsbürger in seinem Haus verschanzt. Zuvor hatte er einem Gerichtsvollzieher den Zutritt zu seinem Haus verweigert und diesen mit einem Messer bedroht. Kurios: Der Mann twitterte, während die Polizei vor seinem Haus Stellung bezog.

Von MAZonline mit dpa

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