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Brandenburg Flüchtlingsstrom in Brandenburg erwartet
Brandenburg Flüchtlingsstrom in Brandenburg erwartet
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07:37 18.06.2014
Wohncontainer auf dem Gelände der Erstaufnahmeeinrichtung für Asylbewerber in Eisenhüttenstadt. Quelle: Patrick Pleul
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Potsdam

In Brandenburg werden in diesem Jahr doppelt so viele Flüchtlinge erwartet wie 2013. Nach der aktuellen Prognose des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge werden 2014 insgesamt 175.000 Asylsuchende vor allem über das Mittelmeer schließlich nach Deutschland kommen. Nach dem Verteilungsschlüssel rechnet das Potsdamer Innenministerium für dieses Jahr mit rund 6000 Neuankömmlingen. 3300 waren es im vergangenen Jahr. "Das stellt uns vor erhebliche Herausforderungen, denn das Erstaufnahmelager in Eisenhüttenstadt ist jetzt schon am Rande der Kapazitäten", sagte Ministeriumssprecher Ingo Decker.

In dem Erstaufnahmelager finden derzeit nur rund 600 Flüchtlinge Platz, weil das Männerhaus saniert wird. Da auf dem Gelände kein Platz mehr für weitere Wohncontainer sei, müsse man sich bei einem erhöhten Zustrom nach anderen Möglichkeiten umsehen, sagte Decker. "So hatten wir über den Winter eine Außenstelle für syrische Kontingentflüchtlinge in der Frankfurter Oderland-Kaserne." Die Krisen in Syrien, Nordafrika und die aktuelle Entwicklung im Irak ließen eher ansteigende Flüchtlingszahlen befürchten, meinte Decker.

Auch die Kommunen müssen Platz für die Neubürger schaffen. Und damit haben sie nach jahrelang rückläufigen Flüchtlings-Zahlen und entsprechender Schließung von Einrichtungen ihre liebe Not. "Die Kommunen sind aber sehr engagiert dabei, neue Gemeinschaftsunterkünfte und Wohnungen für Flüchtlinge bereitzustellen", sagte der Sprecher des Sozialministeriums, Florian Engels. "So sind erst vorletzte Woche Iraner in Wohnungen direkt hinter dem neuen Potsdamer Landtag gezogen."

Das Land zahlt den Städten und Gemeinden pro Flüchtling eine Jahrespauschale von 9011 Euro. Hinzu kommt ein Zuschuss zum Bau von Heimen in Höhe von 2300 Euro pro Platz und 6900 Euro monatlich für die Bewachung der Einrichtungen.

dpa

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