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Brandenburg als Radlerziel: Top oder Flop?

Start der Fahrradsaison Brandenburg als Radlerziel: Top oder Flop?

Brandenburg gehört noch immer zu den beliebtesten Radreiseregionen Deutschlands. Bei der aktuellen Radreiseanalyse des Allgemeinen Deutschen Fahrradclubs landet die Mark auf Rang fünf. Doch vor zwei Jahren lag die Region noch auf Rang zwei. Kritiker sehen das Abrutschen mit Sorge und beklagen zahlreiche Lücken im Radwegenetz.

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Quelle: dpa

Potsdam. Brandenburg gehört zu den beliebtesten Radreiseregionen Deutschlands. Bei der aktuellen Radreiseanalyse des Allgemeinen Deutschen Fahrradclubs (ADFC) landet die Mark auf Rang fünf und liegt damit gleichauf mit Baden-Württemberg. „Alles, was unter den Top 10 ist, ist gut angesichts der Vielfalt der deutschen Radreiseregionen“, sagte ADFC-Sprecherin Stephanie Krone. 6000 Radbegeisterte hatten sich an der Umfrage beteiligt und konnten ohne Vorgabe ihr liebstes Reiseziel nennen.

Kritik von den Grünen: Viele Lücken im Radwegenetz

Der grüne Landtagsabgeordnete Michael Jungclaus spricht jedoch von einem Alarmsignal. Schließlich lag Brandenburg vor zwei Jahren noch auf Rang zwei – hinter Bayern, das auch jetzt wieder auf dem Spitzenplatz landet. Vergangenes Jahr rutschte die Mark auf Rang sechs ab.

„Auch wenn Brandenburg weiter zu den beliebtesten Radreiseregionen zählt, sind wir noch weit von einem wirklich fahrradgerechten Tourismusangebot entfernt“, sagte er der MAZ. Neben „zahlreichen Lückenschlüssen im Radwegenetz“ vermisst Jungclaus immer noch „eine verbesserte Fahrradmitnahme in Öffentlichen Verkehrsmitteln und eine zuverlässige Erreichbarkeit von Radreiseregionen mit Bahn und Bus“.

Marketing ist das A und O

Das A und O für den Erfolg sei das Marketing, betont ADFC-Mitarbeiterin Krone. „Das Feld wird immer enger.“ Immer mehr deutsche Regionen entdeckten den Radtourismus als Marktsegmente, schilderten Strecken aus oder sorgten für fahrradfreundliche Unterkünfte. Wenn das Marketing nachlasse, schlage sich das sofort im Ranking nieder. Da Radreisen immer noch zumeist individuell geplant würden, sei das Internet die erste Adresse für die Selbstvermarktung einer Region. Tatsächlich informieren sich laut ADFC-Radreiseanalyse fast 90 Prozent aller Radreisenden zunächst übers Internet.

In dieser Richtung will auch der Referent für Aktivtourismus der Tourismus Marketing Brandenburg (TMB), Dirk Wetzel, noch aktiver werden. Nicht nur auf der Radmesse „Velo“ Berlin will er für das Radreiseland Brandenburg am 16. und 17. April wieder die Werbetrommel rühren, auch die im Sommer startende neue Internetseite der TMB solle den Radtourismus in Brandenburg noch besser darstellen.

Radler lassen 850 Millionen Euro in der Region

850 Millionen Euro Umsatz macht Brandenburg pro Jahr mit Fahrradtouristen. Radurlaub liegt insgesamt im Trend: 4,5 Millionen Bundesbürger verreisten 2015 mit dem Rad. Tendenz steigend.

Welche Erfahrungen haben Sie mit dem 7000 Kilometer langen Radwegenetz in Brandenburg gemacht? Kommt man als Ausflügler gut voran? Ist Radeln in Brandenburg sicher? Sind die Wege in Ordnung? Schreiben Sie uns: leserbriefe@maz-online.de

Von Rüdiger Braun

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