Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Brandenburg Brandenburg bekommt Anti-Terror-Einheit
Brandenburg Brandenburg bekommt Anti-Terror-Einheit
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
12:41 27.09.2016
Spezialeinsatzkommando.
Anzeige
Potsdam

Im Kampf gegen den Terrorismus bündelt die Brandenburger Polizei ihre Kräfte. Polizeipräsident Hans-Jürgen Mörke hat die Gründung eines eigenen Dezernats zur Aufklärung und Bekämpfung des islamistischen Terrorismus angeordnet. Diese neu geschaffene Organisationseinheit soll mit mehr als 20 Mitarbeitern ab dem 1. November ihre Arbeit aufnehmen, wie die MAZ erfuhr.

In der Behörde versteht man jetzt Arabisch

In dem Dezernat werde es Mitarbeiter geben, die Arabisch sprechen. „Wir denken auch darüber nach, Islamwissenschaftler einzustellen“, sagt der Polizeipräsident. Er rechne damit, dass die terroristische Gefahr ein bleibendes Phänomen der nächsten Jahre bleiben werde. Hinweise erreichen die Polizeibehörden fast täglich. „Die Bereitschaft von Flüchtlingen, uns über Verdächtiges zu informieren, ist stark ausgeprägt“, so Mörke. Meist sei allerdings an den Hinweisen „nichts dran“.

Neue Munition soll mehr Durchschlagskraft haben

Bislang waren Ermittlungen gegen mutmaßliche Islamisten in flexiblen Ermittlungsgruppen geführt worden. „Jetzt schaffen wir feste Stellen, die Kollegen sind nicht auf Abruf dort“, sagt Polizeipräsident Mörke. Die Dezernatsstellen seien im Moment ausgeschrieben.

Materiell hat die Polizei ebenfalls aufgerüstet. So wurde für die Maschinenpistole MP5 die Munition gewechselt, da etwa die Attentäter von Paris stark gepanzerte Sicherheitswesten trugen, gegen die wenig auszurichten gewesen wäre mit den bislang genutzten Geschossen. „Wir haben uns auf die Kriegswaffen von Terroristen eingestellt“, sagt Polizeipräsident Mörke. Die Ausstattung der Spezialeinsatzkommandos mit G36-Sturmgewehren und Titan-Schutzhelmen ist abgeschlossen. Nachtsichtgeräte werden laut Polizeipräsidium gerade beschafft.

Kaukasisches Kalifat hat dem IS die Treue geschworen

Laut dem Verfassungsschutz gibt es in Brandenburg schätzungsweise 70 islamistische Extremisten, von denen 50 als gewaltbereit gelten. Tatsächlich als Gefährder eingestuft ist eine laut Verfassungsschutz „niedrige zweistellige Zahl“. Als solche gelten Islamisten, die im Verdacht stehen, Anschläge zu planen, Nachwuchs rekrutieren oder den Islamischen Staat (IS) aktiv unterstützen. Eine herausgehobene Gruppe bilden in der Mark tschetschenische Asylbewerber, die sich zum sogenannten Kaukasischen Emirat bekennen. Diese Gruppierung hat dem IS die Treue geschworen.

Von Ulrich Wangemann

Potsdam Buchpräsentation in Potsdam - Hexenbesen für engagierte Frauen

Die Soziologin Jeanette Touissant porträtiert 27 Preisträgerinnen des jährlich an engagierte Frauen verliehenen Hexenbesens. Am Mittwochabend stellt sie das Buch in der Landeszentrale für politische Bildung vor.

26.09.2016

Die Handelskette Kaufland ruft bundesweit ihre K-Classic Salami zurück. Der Grund: Es könne „nicht völlig ausgeschlossen“ werden, dass sich in einzelnen Packungen kleine Metallstücke befinden, heißt es in einer Pressemitteilung. Betroffen sind aber nur Packungen mit einer bestimmten Mindesthaltbarkeit.

26.09.2016
Brandenburg Bildungspolitik in Brandenburg - Linke wehrt sich gegen Kritik der Lehrer

Die Linke-Fraktion im Landtag Brandenburg hat den Vorwurf der Lehrergewerkschaft GEW, konzeptionslos zu sein, zurückgewiesen – und untermauert das mit Zahlen. Die Arbeit von Rot-Rot werde nicht hinreichend gewürdigt, so der Linke-Fraktionschef. Die GEW beeindruckt das wenig und ruft weiterhin zur Großkundgebung auf.

26.09.2016
Anzeige