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Zieht Hertha bald nach Brandenburg?

Streit um hohe Miete Zieht Hertha bald nach Brandenburg?

Hertha BSC erwägt den Bau eines eigenen Stadions – und könnte bei der Wahl des geeigneten Standorts in Brandenburg fündig werden, meint Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD). Die Infrastruktur sei bestens, und Fans gebe es auch zur Genüge. Von der Offerte ist Hertha-Manager Michael Preetz alles andere als abgeneigt.

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Quelle: dpa

Potsdam/Berlin. Im Streit um die künftige Miete für das Berliner Olympiastadion wirbt Brandenburg für einen Umzug von Hertha BSC ins Umland. Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) hat Klub-Manager Michael Preetz ein Gespräch über mögliche Standorte für einen Stadionneubau angeboten. „Wir haben das sehr wohlwollend zur Kenntnis genommen“, sagte Preetz am Freitag. Hertha werde die „Gedankenspiele über ein neues Stadion intensivieren“.

Für einen möglichen Neubau findet der Verein nach Ansicht von Woidke in Brandenburg gute Bedingungen vor. „Wir haben eine wunderbare Verkehrsanbindung, wir haben im Umland auch Platz“, sagte Woidke, der Gründungsmitglied eines Hertha-Fanklubs in seiner Heimatstadt Forst (Spree-Neiße) ist. Er könne sich jedoch nicht vorstellen, dass die Fans auf das Olympiastadion verzichten wollten.

Hertha-Manager Michael Preetz

Hertha-Manager Michael Preetz.

Quelle: dpa

Die Hertha-Partnerstadt Werder/Havel (Potsdam-Mittelmark) wäre wegen der Autobahnanbindung ein möglicher Standort. „Hertha ist willkommen in Brandenburg“, sagte Klaus-Dieter Bartsch, Präsident des Werderaner FC. Der Verein wird Anfang August erneut eine Ferienschule von Hertha ausrichten. „Die Zusammenarbeit klappt seit Jahren hervorragend.“ Berlin und Brandenburg sei eine gemeinsame Region, sagte Bartsch. Das Kreuz Oranienburg (Oberhavel) wäre auch möglich. Jürgen Peter, Vereinschef des Oranienburger FC, wäre nicht abgeneigt und verspricht sich von einem möglichen Umzug einen Aufschwung des regionalen Fußballs. Allerdings sei Hertha ein Berliner Verein „und gehört auch nach Berlin“, sagte Peter, der zudem eine Bahnanbindung als unbedingte Voraussetzung für einen Stadionstandort sieht.

Hertha will mittelfristig in einem eigenen Stadion spielen. Das Vereinspräsidium hatte vor vier Wochen beschlossen, eine Machbarkeitsstudie für ein neues Stadion erstellen zu lassen. In Betracht kommen auch Standorte in Berlin , etwa auf dem Olympiagelände.

Doppelte Miete ab 2017

7,5 Millionen Euro pro Jahr verlangt die Stadion-Betreiber-Gesellschaft von Hertha BSC ab 2017 an Miete für das Olympiastadion.


Zuletzt zahlte Hertha halb so viel – zwischen 3,5 und vier Millionen. Das liegt unter dem Schnitt aller Bundesliga-Vereine (4,7 Millionen).

Der Vertragsentwurf ist auf 15 Jahre ausgelegt und beinhaltet auch die Abtretung der Catering-Rechte in Höhe von 1,5 Millionen Euro pro Jahr.

 

Von Bastian Pauly, Sebastian Morgner und Igor Göldner

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