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Brandenburg Brandenburg buhlt um Nachwuchs – auch in Polen
Brandenburg Brandenburg buhlt um Nachwuchs – auch in Polen
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20:23 29.08.2016
Brandenburger Polizeianwärter üben die Unfallaufnahme. Quelle: Archiv
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Potsdam

Brandenburg gehen wegen altersbedingter Abgänge die Landesbediensteten aus. Diesem Trend will die Landesregierung mit gezielter Nachwuchsgewinnung entgegentreten. Von den derzeit knapp 47 900 Bediensteten im Land sind in diesem Jahr 700 in den Ruhestand gegangen. Im Jahr 2022 würden es bereits fast 1900 sein, sagte Innenstaatssekretärin Katrin Lange. Der Altersdurchschnitt im Landesdienst beträgt fast 50 Jahre. Im Jahre 2004 waren es noch fünf Jahre weniger. Ähnlich ist das in den Behörden der Kommunen.

„Wir müssen jetzt etwas tun“, betonte Lange, die im Beamtenapparat gern eine Mischung aus „alten Hasen und jungen, motivierten Fachkräften“ hätte. Brandenburg hatte in den vergangenen Jahren auf einen steten Stellenabbau im öffentlichen Dienst gedrängt. In den zurückliegenden 15 Jahren wurde 23 Prozent des Personals eingespart – auch aus Kostengründen zur Entlastung des Haushalts. Das waren rund 14 200 Stellen.

Brandenburg macht Druck – eigener Studiengang läuft an

Da die Gewinnung qualifizierten Personals offenbar schwieriger ist als gedacht, wird jetzt Druck gemacht. Land und Kommunen bieten erstmals einen eigenen Studiengang an. Im September startet der Studiengang für den gehobenen Verwaltungsdienst an der Technischen Hochschule Wildau (Dahme-Spreewald). Dort starten 65 Studierende ihre Beamtenlaufbahn. Wer für den Studiengang ausgewählt wurde, erhielt den Beamtenstatus auf Widerruf. Die Übernahmeaussichten sollen gut sein, hieß es. Die Zahl der für diesen Studiengang pro Jahr neu Immatrikulierten soll steigen – genaue Pläne gibt es aber noch nicht. Für den mittleren Dienst soll von 2019 an die Ausbildung an der Landesakademie in Königs Wusterhausen (Dahme-Spreewald) wieder aufgenommen werden.

Schwerpunkt: Nachwuchs bei der Polizei

Ein Schwerpunkt soll auch die Gewinnung von Nachwuchs bei der Polizei bilden. Dort sind die Abgänge aus Altersgründen besonders gravierend. Die Zahl der rund 100 Polizeianwärter pro Jahr wurde auf 350 Ausbildungsstellen aufgestockt. Gesucht wird auch im Nachbarland Polen – mit mäßigem Erfolg. Drei Anwärter konnten gewonnen werden. Größtes Problem, so der Präsident der Fachhochschule der Polizei, Rainer Grieger, seien geringe Deutsch-Kenntnisse.

Von Igor Göldner

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